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Dülmen: Nach zwei Jahren Pause wieder Fang der Wildpferde

Nach zwei Jahren Corona-Pause : Traditioneller Fang der Wildpferde in Dülmen

Ein Jahr lang haben sie ihre Ruhe, die Wildpferde im Merfelder Bruch. Immer am letzten Mai-Samstag aber ist es damit vorbei. Bei Dülmen werden die jungen Hengste der Herde eingefangen. Nach zwei Jahren Corona-Pause steht das Spektakel jetzt wieder an.

Traditionell am letzten Wochenende im Mai werden im Münsterland junge Wildpferde eingefangen. Rund 15 000 Zuschauer werden am Samstag (15.00 Uhr) zum Spektakel bei Dülmen erwartet, wenn die Stuten mit ihren männlichen Fohlen in eine Arena einlaufen, wo Helfer die jungen Tiere dann einfangen. Die Hengste müssen regelmäßig aus der freilebenden Herde mit rund 400 Wildpferden genommen werden, weil sich die Tiere bei Rangkämpfen sonst verletzen könnten und die Gruppe zu groß werden würde. Nach dem Fang werden die rund 40 Hengste versteigert. Wegen der Corona-Pandemie war die Veranstaltung im Naturschutzgebiet Merfelder Bruch in den letzten beiden Jahren ausgefallen.

Der Besitzer, Rudolf Herzog von Croÿ, finanziert mit der Veranstaltung Maßnahmen zum Erhalt der Herde. Die vor zwei Jahren gekauften Eintrittskarten sind am Samstag noch gültig. Pferdefreunde aus ganz Deutschland und den Nachbarländern besuchen den Wildpferdefang.

(toc/dpa)