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Drogenrazzia in Essen, Mülheim, Kleve - Polizeipanzer eingesetzt

Kleve, Essen und Mülheim : Drogenrazzia in NRW – Polizeipanzer im Einsatz

Bei einer Drogenrazzia hat die Polizei am Mittwoch 20 Objekte in Essen, Mülheim, Kleve und Balingen durchsucht. Zwölf Personen wurden vorläufig festgenommen.

Unter Leitung der Essener Staatsanwaltschaft sind am Mittwochmorgen um 6 Uhr zeitgleich 20 Objekte in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg durchsucht worden. Schwerpunkt der Razzia im Kampf gegen die Drogenkriminalität ist die Stadt Essen gewesen. Ein Objekt wurde auch in Kleve durchsucht.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen fanden die Beamten insgesamt mehrere Dutzend Kilogramm mutmaßlicher Drogen (vermutlich Amphetamine, Marihuana, Haschisch und Ecstasy), etwa 50.000 Euro Bargeld und eine Drogenplantage. Weiter konnten in einem versteckten Raum ein funktionsfähiges Sturmgewehr, ein Präzisionsgewehr sowie mehrere Handfeuerwaffen aufgefunden werden. Auch eine mutmaßliche Waffenwerkstatt und Munition konnten die Polizisten sichern. In einem Auto fanden die Ermittler über ein Dutzend Behälter mit Chemikalien, die zur Herstellung von synthetischen Drogen geeignet sein könnten. Die Auswertung und Analyse der Beweismittel dauert noch an. Bei den zwölf vorläufig festgenommenen Personen im Alter von 28 bis 46 Jahren handelt es sich um neun Deutsche, zwei Polen und eine Person mit ungeklärter Staatsangehörigkeit.

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In Essen wurden insgesamt 17 Objekte durchsucht. Dabei kamen Sondereinsatzkommandos zum Einsatz, ein Hubschrauber, Diensthunde und ein schwer gepanzertes Spezialfahrzeug, das ein Tor durchbrach. „Bei der Durchsuchung des Objektes etwas außerhalb der Stadt Kleve wurden keine Spezialeinheiten eingesetzt“, teilte Essens Polizeisprecher Christoph Wickhorst auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die Durchsuchung in Kleve wurde von Klever Einsatzkräften durchgeführt.

Neben den 17 Objekten in Essen und dem Objekt in Kleve wurden jeweils eines in Mülheim an der Ruhr und eines in Balingen (Baden-Württemberg) durchsucht. Hintergrund ist ein bei der Staatsanwaltschaft Essen geführtes Ermittlungsverfahren im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität und des Handels mit Schusswaffen.

Kriminaldirektor André Dobersch, Einsatzleiter der Polizei, zeigt sich mit der bisherigen Bilanz zufrieden: "Es ist für alle Einsatzkräfte ein gutes Gefühl, wenn Drogen und Waffen aus dem Verkehr gezogen werden. Am meisten freut es mich aber natürlich für die zuständigen Ermittler, die sehr viel Zeit und Energie in die Ermittlungen investiert haben und auch im Nachgang der heutigen Aktion noch lange mit der Auswertung aller Beweise beschäftigt sein werden."

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Essen und Polizei Essen dauern an. Hierzu gehört auch die Prüfung, ob Haftbefehle für die vorläufig Festgenommenen beantragt werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Drogenrazzia in Essen, Mühlheim und Kleve

(bsch/jehe/dpa)