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Drogenkuriere aus NRW waren weltweit im Einsatz

Bande hochgenommen : Drogenkuriere aus NRW waren weltweit im Einsatz

Drogenkuriere aus Nordrhein-Westfalen sollen Süchtige in den USA, Japan und Australien mit harten Drogen versorgt haben. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Landeskriminalamt die Bande bei einer Razzia im März zerschlagen. Der erste Hinweis kam von australischen Ermittlern.

Mit präparierten Koffern haben Drogenkuriere aus Nordrhein-Westfalen Märkte in den USA, Japan und Australien mit harten Drogen versorgt. Nach weltweiten Ermittlungen schlugen Ermittler bereits im März mit einer großen Razzia in zahlreichen Städten Nordrhein-Westfalens zu, wie das Landeskriminalamt NRW am Freitag in Düsseldorf berichtete.

Demnach durchsuchten am 14. März Ermittler des LKA über 30 Wohnungen und Geschäftsräume in Düsseldorf, Wuppertal, Pulheim, Mettmann, Remscheid und anderen Städten. Es wurden neun Haftbefehle vollstreckt. Einer der Verdächtigen war im offenen Vollzug in der Justizvollzugsanstalt in Remscheid, als er in die Drogengeschäfte eingestiegen sein soll, sagte ein Sprecher des LKA unserer Redaktion.

An einigen Festnahmen waren Spezialeinheiten beteiligt. Es hätten teilweise Hinweise auf Waffenbesitz vorgelegen. Bei der Razzia wurden 71 Kilogramm harte Drogen und 400.000 Euro Bargeld sichergestellt. Ermittelt werde gegen 40 Verdächtige, von denen acht in Untersuchungshaft säßen.

Sie sollen in großem Stil Rohopium und Kokain geschmuggelt haben. Dazu seien auch Postpakete und in mindestens einem Fall ein präparierter Industrieofen genutzt worden. In ihm seien im Januar in Sydney 50 Kilogramm Kokain entdeckt worden.

Als Kuriere seien gezielt arme, verschuldete Menschen in NRW angesprochen und mit einem Gratis-Kurzurlaub geködert worden. Beim Kern der Bande handele es sich um Deutsch-Iraner.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Polizei zerschlägt Drogenring

(lsa/lnw)