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Aachen, Bochum und Münster: Drei NRW-Universitäten erhalten 167 Millionen Euro

Aachen, Bochum und Münster : Drei NRW-Universitäten erhalten 167 Millionen Euro

Die Universitäten in Aachen, Bochum und Münster sollen 167 Millionen Euro für drei neue Forschungszentren erhalten. Das hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz am Freitag beschlossen, das Geld kommt zu gleichen Teilen vom Bund und dem Land NRW, wie die Staatskanzlei am Freitag in Düsseldorf mitteilte.

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen will mit der Fördersumme in Höhe von 56 Millionen ein Forschungszentrum für Digitale Photonische Produktionssysteme bauen. Hier sollen Forscher daran arbeiten, wie Licht als Werkzeug genutzt werden kann.

48 Millionen Euro fließen an die Ruhr-Uni Bochum für präzise Diagnostikverfahren bei Krebs, Alzheimer und Parkinson. Die Universität Münster bekommt 63 Millionen Euro für ein Exzellenzcluster zur Zellforschung.

Die Mitglieder der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz setzen sich aus dem Forschungs- und dem Finanzministerium der Bundesregierung und den zuständigen Ministerien der Landesregierungen zusammen.

Universität Bielefeld eröffnet Bau für 130 Millionen Euro

Die Großbaustelle der Universität Bielefeld hat derweil einen neuen Meilenstein erreicht: Am Freitag eröffnete Forschungsministerin Svenja Schulze (SPD) den 130 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau "Gebäude X". Dorthin sind in den vergangenen Monaten bereits die Fakultäten für Geschichte, Philosophie, Theologie und Soziologie sowie mehrere Institute gezogen. Damit kann die Sanierung des Hauptgebäudes beginnen. Diese soll 2025 abgeschlossen sein und rund 800 Millionen Euro kosten. "Die Investitionen in Beton sind immer auch Investitionen in die Köpfe", sagte Schulze.

Zugleich wurde der Kanzler der Universität, Hans-Jürgen Simm, in den Ruhestand verabschiedet. Simm habe 1969 zu den ersten Studierenden der neugegründeten Universität gehört, sagte Schulze. Seit 13 Jahren war er im Amt. In dieser Zeit habe der Jurist viel bewegt und den Wandel der Hochschule gestaltet. Die juristische Fakultät verlieh Simm die Ehrendoktorwürde. Nachfolger wird am 4. August der Jurist Stephan Becker.

Das "Gebäude X" ist 200 Meter lang, 80 Meter breit und hat eine Nutzfläche von 27 800 Quadratmetern. Darin sind acht Hörsäle und 21 Seminarräume. Neben den vier Fakultäten und den Instituten zogen auch mehrere Fachbibliotheken mit mehr als 600 000 Büchern und Zeitschriften um. Am 21. Juli soll dann die Mensa im neuen Bau den Betrieb aufnehmen. Sie hat eine Kapazität von 1900 Sitzplätzen und täglich bis zu 7500 Mahlzeiten.

(lnw)