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Dortmund: Zoll findet Vermögen bei Sozialhilfeempfänger

Verdacht der Geldwäsche in Dortmund : Zoll findet Vermögen bei Sozialhilfeempfänger

Ein 56-jähriger Dortmunder soll zu Unrecht 93.000 Euro Sozialhilfe erhalten haben. So lagere er auf seinem Konto in Luxemburg ein Vermögen von mindestens 180.000 Euro. Der Mann ist wegen des Verdachts auf Geldwäsche ins Visier der Ermittler geraten.

Wie das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Donnerstag mitteilte, hatten Beamte des Zollfahndungsamts Essen im Rahmen der Wohnungsdurchsuchung bei dem Dortmunder fast 30.000 Euro Bargeld sichergestellt. Bemerkenswert ist der Betrag deshalb, weil der Mann seit dem Jahr 2005 Sozialhilfe bezieht.

Die gemeinsame Finanzermittlungsgruppe Polizei/Zoll beim LKA hatte in diesem Fall ermittelt, da das von dem Beschuldigten beauftragte Geldinstitut eine Geldwäsche-Verdachtsmeldung vorgelegt hatte: Der Dortmunder hatte mit Hilfe des Geldinstituts sein auf einem Luxemburger Konto liegendes Vermögen von 180.000 Euro nach Deutschland transferieren wollen.

Nachdem sich der Verdacht einer strafbaren Handlung erhärtet hatte, erließ das Amtsgericht Dortmund den erforderlichen Durchsuchungsbeschluss.

Die Ermittlungen gegen den 56-Jährigen wegen des Verdachts der Geldwäsche, der Steuerhinterziehung und des Betrugs dauern an. So sei noch nicht klar, ob noch mehr Geld auf dem Konto im Ausland liege und ob es angemeldet und versteuert worden sei, sagte eine Sprecherin des Zollfahndungsamtes. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die Sozialkassen um rund 93.000 Euro betrogen. Der tatsächliche Steuerschaden, der sich aus der nicht angemeldeten Geldanlage im Ausland ergibt, wird derzeit noch ermittelt.

(rl)