Dortmund: Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung gegen Rechte

Antisemitische Parolen bei Demo : Dortmunder Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung gegen Rechte

Bei einer rechtsextremistischen Demonstration sind in Dortmund antisemitische Parolen gerufen worden. Nun ermittelt die Polizei wegen Volksverhetzung.

Die beiden Tatverdächtigen seien bei einem Aufzug am Montagabend identifiziert worden, teilte die Dortmunder Polizei am Dienstag mit. Etwa 60 Rechtsextreme waren an dem Abend durch die Dortmunder Nordstadt gezogen. Die Polizei stellte auch Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht, Widerstand, versuchter Körperverletzung und Landfriedensbruch gegen Gegendemonstranten.

Rechtsextreme hatten Ende September angekündigt, montags durch die Dortmunder Nordstadt ziehen zu wollen. Für die Demonstrationen gelten strenge Auflagen. Hintergrund ist eine Aktion von Stadt, Polizei und Bürgern: Anfang September wurden Graffiti-Künstler beauftragt, extremistische Schmierereien an der Emscherstraße in Dortmund-Dorstfeld zu übersprühen. Die Gegend gilt als Neo-Nazi-Hochburg. Daraufhin kündigten Dortmunder Rechte die regelmäßigen Proteste an.

(mba/epd)
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