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Dortmund: Hunger ist kein Grund für Corona-Regelverstoß

Polizeikontrolle in Dortmund : Hunger ist kein Grund für Corona-Regelverstoß

Ein mit mehr als zwei Menschen besetztes Auto ist in Dortmund von der Polizei kontrolliert worden. Die Ausrede der Gruppe aus Recklinhausen: Sie hatten großen Hunger. Der wurde nun teuer.

Mehr als zwei Menschen in einem Auto, angeblich von Hunger getrieben - bevor sie aber auch nur einen Bissen essen konnten, sind Fahrer und Beifahrer von der Polizei kräftig zur Kasse gebeten worden.

Wegen Verstoßes gegen das Kontaktverbot mussten sie 200 Euro pro Person zahlen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Bei der Polizeikontrolle sagten sie: „Wir kommen aus Recklinghausen und hatten Hunger!“

Das war für die Polizei kein Grund, gegen Corona-Regeln zu verstoßen - und kostete nach dem NRW-Bußgeldkatalog 200 Euro pro Person. „Teures Essen“, stellte die Polizei in ihrem Tweet nüchtern fest. Wie viele Menschen in dem besagten Auto saßen, konnte die Polizei nicht sagen. In der Nacht seien reichlich Fahrzeuge unterwegs gewesen, teilweise mit vier Personen besetzt, hatte die Polizei festgestellt.

Die Polizei will zudem durch die Corona-Krise wenig befahrene Straßen in Dortmund nicht den Rasern überlassen. So habe sie im Stadtgebiet mehrere getunte Autos kontrolliert und Verstöße der Insassen gegen das Kontakt- und Ansammlungsverbot mit Bußgeldern geahndet, hieß es in einer Mitteilung von Sonntag. Viele der Kontrollierten hätten sich uneinsichtig und respektlos gezeigt. Bei 60 Kontrollen schrieben sie seit Freitagabend insgesamt 23 Anzeigen. Es habe auch Verstöße wegen Handynutzung während der Fahrt und Missachtung roter Ampeln gegeben.

Seit Montag gilt in NRW ein Kontaktverbot, nach dem sich nicht mehr als zwei Menschen gemeinsam im öffentlichen Raum versammeln dürfen. Ausgenommen davon sind Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

(top/mba/dpa)