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Dortmund: Flüchtlinge sollen Rundfunkgebühren zahlen

Verwirrung in Dortmund : Flüchtlinge sollen Rundfunkgebühren zahlen

Asylbewerber sind von den Rundfunkgebühren befreit. Trotzdem wurden jetzt 800 Flüchtlinge in Dortmund vom Beitragsservice angeschrieben. Das Problem: Es sei nicht erkennbar, ob es sich bei den gemeldeten Adressen um Flüchtlingsheime handele.

Der Rundfunkgebührenservice hat 800 Flüchtlinge in Dortmunder Sammelunterkünften angeschrieben, um zu prüfen, ob eine Beitragspflicht bestehe, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Köln.

Zwar sei klar, dass die Bewohner von Sammelunterkünften keinen Rundfunkbeitrag zahlen müssten. Aber ob es sich an den fraglichen Adressen tatsächlich um Flüchtlingsheime handele, sei nicht bekannt, wenn die Städte der Gebührenzentrale lediglich ihre neuen Einwohner melden. Deshalb seien die Kommunen im März 2014 gebeten worden, die Adressen bestehender und neuer Sammelunterunterkünfte zu nennen.

Die Stadt Dortmund will jetzt prüfen, ob ein Versäumnis in den eigenen Reihen vorliegt. Sie teilte dem Service als Reaktion auf die Massenpost mit, die Flüchtlinge würden auf die Einzelanschreiben nicht antworten, und bat um eine Pauschallösung. Eines ist klar: Wenn Asylbewerber in eigene Wohnungen ziehen, bekommen sie auf jeden Fall Post. Damit können sie aber zum Sozialamt gehen, das dem Beitragsservice antwortet.

(lnw)