Dortmund: Festnahme nach Schuss in Klinikviertel im September

Festnahme in Dortmund : 23-Jähriger soll aus Auto auf Klinik geschossen haben

Rund vier Monate nach Schüssen im Dortmunder Klinikviertel ist ein 23-Jähriger festgenommen worden. Der junge Mann soll im September aus einem fahrenden Auto mehrere Schüsse abgegeben haben.

Es sei Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags erlassen worden. Der 23-Jährige soll auf einen Mann gezielt haben, der gerade das Krankenhaus verließ. Ein Projektil durchschlug die Glaswand des Gebäudes. Verletzt wurde niemand.

Die Schüsse stehen früheren Ermittlerangaben zufolge im Zusammenhang mit einer blutigen Schlägerei, die sich wenige Stunden zuvor mit sechs Menschen ereignet hatte. Nach dieser nächtlichen Auseinandersetzung kam ein 31-Jähriger aus Lüttich verletzt ins Krankenhaus. Zwei Verwandte warteten im Klinikfoyer. Sie erkannten dabei einen Mann, der gerade das Krankenhaus verlassen wollte, als einen zuvor an der Schlägerei Beteiligten. Dieser hatte sich wegen einer Halsverletzung ambulant behandeln lassen. Er sprang in ein wartendes Auto, aus dem später - so der dringende Tatverdacht - der 23-Jährige die Schüsse abgab.

Der nun in U-Haft genommene 23-Jährige habe sich bisher nicht zur Sache geäußert. Der Mann sei in Dortmund gemeldet und bereits am 6. Januar in Köln festgenommen worden. Weitere machten die Ermittler zunächst nicht.

(mba/dpa)