Dortmund: Eigentümer klagt gegen Räumung von Hochhaus Hannibal II

Hochhaus in Dortmund: Eigentümer klagt gegen Räumung von Hannibal II

Die Evakuierung des Hochhauskomplexes Hannibal II in Dortmund wegen Brandschutzbedenken hat ein juristisches Nachspiel: Der Eigentümer hat die Stadt verklagt.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen prüfe nun, ob die Evakuierung rechtswidrig war, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag. Die Klageschrift sei der Stadt zugestellt worden, diese müsse nun Stellung nehmen. "Wir sind überzeugt, richtig gehandelt zu haben", sagte eine Sprecherin der Stadt Dortmund auf Anfrage. Zuvor hatte der "WDR" über die Klage berichtet.

Rund 760 Menschen hatten in der vergangenen Woche ihre Wohnungen in Dortmunds größtem Wohnhaus verlassen müssen. Die Stadt hatte nach eigenen Angaben eklatante Brandschutzmängel festgestellt. Ein Großteil der Bewohner ist vorerst bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Hunderte wurden in Übergangsunterkünften und Wohnungen einquartiert.

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Der Berliner Eigentümer der Wohnanlage, Intown, wollte sich am Donnerstag nicht zu der Klage äußern. Er hatte bereits am Tag der Räumung kritisiert, die von der Stadt initiierte Räumung sei nicht rechtens und unangemessen. Auf die genannten Mängel hätte auch mit weniger schwerwiegenden Maßnahmen reagiert werden könnten, argumentierte Intown: Etwa durch die Räumung der Tiefgarage, durch Brandwachen und eine sofortige Prüfung der Entrauchungsanlage.

Die Stadt hatte das Unternehmen aufgefordert, die Mängel beim Brandschutz zu beseitigen. Es gebe Gespräche mit dem Eigentümer über die weiteren Maßnahmen, hieß es bei der Stadt. "Intown hat Mitwirkung und Unterstützung in Aussicht gestellt."

(lsa)
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