Dortmund: Ehemann für Totschlag seiner Frau verurteilt

Prozess in Dortmund: Frauenleiche in Kanal – Freigesprochener Ehemann nun doch verurteilt

Im ersten Prozess sprachen ihn die Richter noch frei: Mehr als drei Jahre nach dem Fund einer Frauenleiche im Dortmund-Ems-Kanal bei Waltrop ist der Ehemann der Getöteten nun zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Nach der Entscheidung des Bochumer Schwurgerichts vom Freitag muss der 44-Jährige wegen Totschlags für neun Jahre und drei Monate ins Gefängnis. In dem ersten Prozess war der Lastwagenfahrer aus Oer-Erkenschwick aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Nach erfolgreicher Revision der Staatsanwaltschaft legte der Türke dann aber im zweiten Verfahren vor einer anderen Schwurgerichtskammer ein Geständnis zu der Tat im Juni 2015 ab.

Demnach hatte sich der Mann am Tatabend im Juni 2015 mit seiner Ehefrau heftig gestritten. Angeblich war die 25-Jährige wütend, weil er zu seiner Geliebten fahren wollte, und drohte deshalb, ihn zu verlassen. Dabei soll die Frau gesagt haben, sie nehme die gemeinsame Tochter mit, die er nie mehr wiedersehen würde. Der 44-Jährige gab an, in dem Moment durchgedreht zu sein und den Kopf seiner Frau in ein Sofakissen gepresst zu haben. Die Leiche habe er später in den Dortmund-Ems-Kanal geworfen.

(hsr/dpa)
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