Großaufgebot gegen Demonstranten: Dortmund droht brisanter Samstag - Polizei warnt vor Extremisten

Großaufgebot gegen Demonstranten : Dortmund droht brisanter Samstag - Polizei warnt vor Extremisten

In Dortmund droht ein gefährliches Aufeinandertreffen gewaltbereiter Extremisten von rechts und links. Die Polizei sieht sich vor einem der schwierigsten Einsätze seit langem.

Die Polizei will am Samstag in Dortmund ein brisantes Aufeinandertreffen gewaltbereiter Demonstranten aus dem rechtsextremen und linksextremen Lager verhindern. "Wir gehen von einer sehr großen Zahl gewaltbereiter Störer aus", sagte am Freitag ein Polizeisprecher. Auch die Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" (Hogesa) werde erwartet. Um die Lager zu trennen, will die Polizei ein Großaufgebot an Beamten einsetzen. "Wir stehen vor einem der schwierigsten und prekärsten Einsätze seit Jahren", sagte Polizeipräsident Gregor Lange.

Die Demonstrationen sind über die Innenstadt und mehrere Vororte verteilt. Erwartet werden Demonstranten aus ganz Deutschland und dem umliegenden Ausland. Die Anreise mit der Bahn wird von der Bundespolizei überwacht.

Die Partei "Die Rechte" hat zwei Aufmärsche für den symbolträchtigen Tag angemeldet. Vor zehn Jahren hatte ein Dortmunder Rechtsextremist einen Punker in einer U-Bahnstation erstochen. Das linke und das bürgerliche Lager haben zu Gegendemonstrationen aufgerufen.

Polizeipräsident Lange hatte die Rechten-Aufmärsche, die mit einem Rechtsrockkonzert verbunden sind, verboten. Gerichte hatten das Verbot aufgehoben. Der Rechten sind jetzt mit Auflagen belegt worden. So wurde ihnen das Skandieren ausländerfeindlicher Parolen untersagt.

(lnw)
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