Dorsten: Supermarkt in Bergbau-Optik auf Gelände der Zeche Fürst Leopold

Dorstener Supermarkt in Bergbau-Optik: Wir lieben Kohle

In Dorsten hat ein Supermarkt in Bergbau-Optik eröffnet. Das Geschäft steht auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche. Fotos erinnern an die Kumpel von früher.

Neben dem Supermarkt steht noch der alte Förderturm auf dem Gelände der Zeche Fürst Leopold, einem ehemaligen Steinkohlenbergwerk im Dorstener Stadtteil Hervest. "Wir haben hier alle familiäre Bezüge zum Bergbau", sagt Ralf Honsel, Geschäftsführer des neuen Edeka-Markts. "Mein Opa hat hier auf der Zeche gearbeitet."

Im neu gebauten Supermarkt kommen viele Kunden auf dem Weg zum Leergut-Automaten an alten Bekannten vorbei: An den Wänden hängen Fotos von Bergmännern, die in der Zeche gearbeitet haben. "Wir hatten einen Aufruf gestartet, unsere Kunden haben uns daraufhin sehr viele Fotos von ihren Verwandten geschickt", sagt Honsel. Die Besten wurden ausgewählt und vergrößert. "Die Leute stehen jetzt oft im Gang und fragen: Ach, kennst du den noch?" Der Gang mit den Fotos der Kumpel werde deshalb "Stollen der Erinnerung" genannt.

In der Obst- und Gemüseabteilung sind vergitterte Fenster, die den Eindruck vermitteln, als stehe man als Kunde im Bergwerk und schaue raus. In der Bäckerei hängen Industrielampen, auf dem Boden liegen Fliesen, die rostig wirken - als hätten eine lange Zeit Maschinen darauf gestanden. Die Fassade des Gebäudes ist schwarz, bis zu neun Meter hohe Stahlpfeiler erinnern an die Eisen- und Stahlindustrie.

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Im Laden, der am 31. Januar eröffnet hat, gibt es einen Kräuterlikör aus der örtlichen Brennerei, den "Pütt Schnaps".

"Kunden rufen uns an und fragen, ob sie uns Arbeiterjacken oder alte Grubenlampen bringen sollen", sagt Honsel. "Wir müssen mal schauen, wo wir das unterbringen und zeigen können."

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(hsr)