Bilanz der DLRG 18 Menschen bis zum Ende des Sommers in NRW ertrunken

Düsseldorf · In diesem Jahr sind in NRW im Sommer deutlich weniger Menschen ertrunken, als noch im Jahr davor. Männer gehören mit knapp 80 Prozent überproportional oft zu den Opfern. Wie sich die DLRG die Zahlen erklärt.

 Bis zum Ende des Sommers verzeichnete die DLRG weniger tödliche Unfälle im Wasser als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (Symbolfoto)

Bis zum Ende des Sommers verzeichnete die DLRG weniger tödliche Unfälle im Wasser als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (Symbolfoto)

Foto: obs/Arno Schwamberger

Bis zum Ende des Sommers sind in nordrhein-westfälischen Gewässern mindestens 18 Menschen ertrunken. Das seien 23 Menschen weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres mit 41 Fällen (-56,1 Prozent), wie ein Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag erklärte. Auch deutschlandweit gingen die Zahlen zurück: Bis zum 31. August 2021 ertranken der DLRG-Sommerbilanz zufolge 245 Menschen, im Vorjahr waren es noch 327 Fälle.

DLRG-Präsident Achim Haag sagte, dass die starke Schwankung vor allem in den Sommermonaten auf den sonnenarmen und kühleren August zurückzuführen sei. Für diesen Monat zählt die DLRG-Statistik 40 Opfer, im heißen August 2020 waren es 117. Im Geschlechtervergleich bleiben die Männer mit rund 79 Prozent die größte Risikogruppe.

In Nordrhein-Westfalen gab es die meisten Ertrinkungstode im Juni (11). Die meisten verunglückten in Flüssen (8) oder in Seen und Teichen (5). Hauptgründe für das Ertrinken sind laut DLRG das Baden an unbewachten Abschnitten, Leichtsinn, Selbstüberschätzung und der Einfluss von Alkohol. Die Todesopfer der verheerenden Flutkatastrophe im Juli seien nicht Teil der aktuellen Zwischenbilanz.

(chal/dpa)
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