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A1-Brücke bei Leverkusen: Die erste Lkw-Sperre ist jetzt in Betrieb

A1-Brücke bei Leverkusen : Die erste Lkw-Sperre ist jetzt in Betrieb

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) hat am Donnerstag die erste von vier Sperranlagen vor der maroden A1-Brücke eröffnet. Kurze Zeit später landeten fünf Lastwagen vor der Schranke im Kreuz Leverkusen-West.

Die Premiere klappte hervorragend. Nur wenige Minuten, nachdem NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) gestern die neue Lkw-Sperre im Autobahnkreuz Leverkusen-West - am Übergang von der A 59 zur A 1 - freigegeben hatte, fuhr der erste Lastwagen hinein. Und das direkt vor den Augen der Polizei, die den Fahrer auf die Ableitungsspur lotste, dessen Personalien aufnahm und eine Anzeige fertigte. Den Beamten gelang damit gleich ein doppelter Treffer. Denn der Mann hatte nicht nur illegal auf die für Lkw gesperrte A1-Rheinbrücke fahren wollen. Sein Wagen musste wegen kaputter Bremsen stillgelegt werden. Innerhalb der nächsten Viertelstunde schafften es vier weitere Lastwagen bis zur Schranke.

"Die Sperrmaßnahme ist unverzichtbar. Das ist gemeinsame Überzeugung von Bund und Land", erklärte Groschek bei der Eröffnung der Anlage. Seitdem vor zwei Jahren das Verbot für Lastwagen auf der maroden Brücke eingeführt wurde, seien neue Risse durch die 150 Lkw am Tag aufgetreten, die das Bauwerk widerrechtlich genutzt hätten. "Das war eine spezifische Form von bewusstem zivilen Ungehorsam, der jetzt den Steuerzahler teuer zu stehen kommt", sagte der NRW-Verkehrsminister. Die insgesamt vier Sperranlagen beidseits der Rheinbrücke kosten inklusive Betrieb rund 4,9 Millionen Euro.

Die Polizei wird allerdings nicht dauerhaft vor Ort sein. Die Sperren sind laut Thomas Ganz, Regionalleiter von Straßen NRW, mit Telematikerfassung und Videoüberwachung ausgestattet. Der Verwaltungshelfer, der vor Ort in einem Baucontainer sitze, müsse lediglich tätig werden, wenn ein Lkw-Fahrer nicht wisse, wie er sich verhalten soll. Und nur bei Problemen werde die Polizei hinzugerufen. Inwieweit die Sperre zu mehr Staus führe, sei abzuwarten. "Wenn die Anlage anspringt, kommt es zu Rückstaus. Aber wenn sie wieder auf Grün geschaltet ist, fließt der Verkehr zügig ab."

Die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken (SPD) appellierte an die Lkw-Fahrer: "Alle sollen sich so verhalten, dass der Verkehr fließen kann und wir die Brücke nicht vorzeitig schließen müssen."

(sug)