Detmold: Lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung für Doppelmord

Frau und Kind in Detmold getötet: Lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung für Doppelmord

Wegen des Doppelmordes an einer 24-jährigen Frau und ihrem kleinen Sohn im ostwestfälischen Detmold ist ein früherer Nachbar zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Außerdem stellte das Landgericht Detmold am Mittwoch die besondere Schwere der Schuld fest.

Das Gericht ordnete Sicherungsverwahrung für den 53-jährigen an. Er war bereits vorher wegen versuchten Mordes sechs Jahre lang im Gefängnis: 2004 hatte der Deutsche eine Nachbarin vergewaltigt und versucht, sie zu töten.

Mit dem Urteil vom Mittwoch schlossen sich die Richter der Forderung der Staatsanwaltschaft an. Der Verteidiger hatte für seinen geständigen Mandanten lebenslange Haft gefordert, allerdings ohne die Sicherungsverwahrung. Er kündigte an, in Revision zu gehen. Wird eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt und außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt, ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

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Der Verurteilte hatte im September 2017 die Frau und ihren sechsjährigen Sohn mit jeweils 15 Messerstichen getötet. Von seiner Nachbarin hatte er sich zuvor nach einem verweigerten Kuss abgewiesen gefühlt.

(lsa/lnw)