Datteln: Schwerer Silvesterunfall mit Raketen beschäftigt BGH

18 Verletzte in Datteln: Schwerer Silvesterunfall mit Raketen beschäftigt nun BGH

Ein schlimmer Unfall mit Raketen in der Nacht zum 1. Januar 2016 wird Thema im Bundesgerichtshof (BGH). Einer Kellnerin musste damals der Unterschenkel amputiert werden.

Eine Raketenbatterie war in der Silvesternacht vor einem Hotel im nordrhein-westfälischen Datteln beim Abbrennen umgekippt und feuerte statt in den Himmel in die Menschenmenge. 18 Menschen wurden dabei verletzt, einer Kellnerin musste sogar ein Unterschenkel amputiert werden.

Der Gastwirt, der aus Dortmund kommt, wurde Anfang Dezember 2017 am Landgericht Bochum zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch bestätigte, hat er Revision eingelegt.

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Die Raketenbatterie der Sicherheitskategorie 3 stammte aus der Slowakei und darf in Deutschland nur mit einer besonderen pyrotechnischen Erlaubnis erworben und gezündet werden. Der 51-Jährige hatte die Box nach eigenen Angaben von einem Vertreter gegen vier Pizzen eingetauscht. Da die Anleitung auf Deutsch gewesen sei und keine besonderen Warnhinweise enthalten habe, habe er sich keine besonderen Gedanken gemacht.

(aka)