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Corona Soest/Lippstadt: Cafés und Restaurants draußen geöffnet - Modellprojekt in NRW

Modellprojekt in NRW : Cafés und Restaurants in Soest und Lippstadt dürfen draußen bewirten

In Soest und Lippstadt dürfen als Teil eines Modellprojekts wieder Gäste von Cafés und Restaurants bewirtet werden. Geöffnet werden allerdings nur Außenbereiche. Besucher müssen entweder komplett geimpft sein oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Nach mehr als einem halben Jahr mit landesweit geschlossener Gastronomie im Corona-Lockdown öffnen in Nordrhein-Westfalen wieder erste Cafés und Restaurants ihre Außenbereiche. Als Teil eines sogenannten Modellprojektes dürfen in einigen Bereichen der Innenstädte von Soest und Lippstadt seit diesem Mittwoch wieder Gäste bewirtet werden – unter strengen Auflagen. Erste Cafés lockten Besucher bereits am Morgen mit einem Frühstücksangebot, andere wollten erst im Tagesverlauf wieder Essen und Getränke servieren.

In Soest wollen zunächst rund 25 Restaurants und Cafés mit insgesamt rund 1800 Sitzplätzen mitmachen, in Lippstadt sind es neun mit rund 530 Plätzen an der frischen Luft. Wie eine Sprecherin von Soest Marketing sagte, hätten einige Gastronomen in Absprache mit den Behörden ihre Außenbereiche erweitert, um trotz Abstandsregeln möglichst viele Menschen bewirten zu können.

Wer auf einem der mehr als 1800 Draußen-Sitzplätze in der historischen Altstadt von Soest oder einem der rund 500 Sitzplätze an der frischen Luft in Lippstadt Platz nehmen will, muss entweder einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen oder vollständig geimpft sein. Außerdem ist eine Anmeldung notwendig. Abseits der Tische gilt Maskenpflicht, auch die Kontakt- und Abstandregeln sind einzuhalten.

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Den Anfang unter den Modellregeionen machte in der vergangenen Woche der Kreis Coesfeld, wo unter anderem ein Fitnessstudio und ein Freibad wieder öffneten. In den vom Wirtschaftsministerium ausgewählten Kommunen soll für verschiedene Bereiche erprobt werden, wie öffentliches Leben in Pandemiezeiten möglich ist, um daraus Erkenntnisse für ganz NRW zu gewinnen.

In den teilnehmenden Kommunen ist man hoffnungsfroh, dass die Öffnung Bestand haben wird: Im Kreis Soest, zu dem auch Lippstadt zählt, ist die Sieben-Tages-Inzidenz Anfang Mai unter die Marke von 100 gesunken, ab der die Bundes-Notbremse Ausnahmeregelungen unmöglich machen würde. Am Dienstag lag die Inzidenz mit 64,9 deutlich unter dem nordrhein-westfälischen Wert von 123,2 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Nun müsse nur noch das Wetter einigermaßen mitspielen, sagte Yvonne Pälmer, Inhaberin des Gasthauses „Im wilden Mann“. „Wir freuen uns aber auf jeden Fall riesig, dass es endlich wieder los geht“, sagte sie. Auch die Stammgäste könnten es kaum erwarten und hätten angekündigt, sich notfalls mit Glühwein zu wärmen und sich unter den aufgestellten Sonnenschirmen trocken zu halten.

Ursprünglich hatten insgesamt 14 Modellprojekte in NRW bereits am 19. April an den Start gehen sollen. Doch eine in weiten Teilen des Landes über dem Wert von 100 liegende Sieben-Tages-Inzidenz hatte die Kreise und Kommunen zu einer Verschiebung gezwungen. Inzwischen sind die Neuinfektionswerte in immer mehr Regionen rückläufig.

(mba/dpa)