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Corona-Regeln NRW: Mehr als 50.000 Menschen haben bereits Regeln verstoßen

Nicht an Regeln gehalten : Polizei geht in NRW gegen mehr als 50.000 Corona-Verstöße vor

Zwischen Ende März und Ende Juni hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen 50.587 Menschen gezählt, die gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verstoßen haben. Auch in Düsseldorf kam es an den vergangenen Wochenenden immer wieder zu Menschenansammlungen, vor allem in der Altstadt.

Er betonte, dass dies nur die Fälle seien, bei denen die Polizei involviert war. Grundsätzlich liegt die Zuständigkeit bei den örtlichen Behörden mit ihren Ordnungsämtern. Bei den Fällen seien 36.837 Erwachsene, 11.404 Jugendliche und 2346 Kinder gezählt worden.

„Die meisten Menschen verhalten sich vorbildlich und diszipliniert. Trotz des Verbots gibt es aber einige, die sich nicht an die Regeln halten. Der Drang nach frischer Luft ist nachvollziehbar, aber Corona ist noch nicht vorbei“, erklärte Reul.

In Düsseldorf kam es an den vergangenen Wochenenden immer wieder zu Menschenansammlungen, vor allem in der Altstadt. Das Ordnungsamt und die Polizei mussten mehrfach eingreifen. Im Kampf gegen die dichten Menschenansammlungen dringt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Kutschaty (SPD), auf eine technische Lösung.

In NRW sind bislang mindestens 1700 Menschen nachweislich an dem Virus gestorben. Darunter auch ein infizierter Polizist. Insgesamt seien aber nur wenige Polizeibeamte erkrankt, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf. Die konkrete Zahl nannte Reul nicht: „Sie war wirklich sehr gering, weil wir so klug disponiert haben.“ So habe man unter anderem Dienstpläne angepasst.

Nach früheren Angaben des Innenministeriums war ein 54 Jahre alter Polizeibeamter aus Paderborn mit einer Corona-Infektion gestorben. Nach dpa-Informationen hatte sich der Beamte nicht im Dienst angesteckt.

Derweil beraten wegen der corona-bedingten Schließung des Fleischwerks von Tönnies im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück Vertreter von Behörden und Unternehmen über eine Wiederaufnahme der Produktion. Tönnies hatte dazu ein Hygienekonzept vorgelegt, das in der nicht-öffentlichen Sitzung nun genau unter die Lupe genommen werde, sagte ein Sprecher des Kreises Gütersloh am Donnerstag zu Beginn der Runde. Mit einer endgültigen Entscheidung sei in dem Arbeitstreffen noch nicht zu rechnen, eher mit einem Zwischenergebnis. „Es ist nicht zu erwarten, dass der Knoten heute durchschlagen wird.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Corona in Düsseldorf - überfüllte Altstadt teilweise geräumt

(dtm/dpa)