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Corona: Polizei stoppt Gottesdienst in Essen - fast 100 Besucher ohne Masken

Massive Verstöße gegen Corona-Regeln : Polizei stoppt Gottesdienst in Essen - fast 100 Besucher ohne Masken

Die Polizei hat am Donnerstagabend in Essen einen Gottesdienst mit fast 100 Teilnehmern aufgelöst. Die Besucher des Gottesdienstes trugen keine Masken und hielten sich auch nicht an die Abstandsregeln.

Dies teilte die Polizei Essen am Freitag mit. Polizeiangaben zufolge waren knapp 90 Erwachsene und zehn Kinder anwesend. Niemand trug eine Gesichtsmaske oder hielt sich an die obligatorischen Mindestabstände. Auch Teilnehmerlisten, die der Nachverfolgung dienen, lagen nicht aus. „Die Besucher saßen sehr eng beieinander“, sagte ein Polizeisprecher.

Nachdem die Polizisten den Gottesdienst aufgelöst hatten, stellten sie die Personalien der Anwesenden fest. Anschließend erhielten sie Ordnungswidrigkeits-Anzeigen, die an die Stadt Essen weitergeleitet wurden.

Welche Gemeinde zu dem Gottesdienst eingeladen hat und wer überhaupt das Kirchengebäude derzeit alles nutzt, ist bisher unklar. Auch die Essener Polizei konnte dazu keinen Angaben machen: „Niemand hat sich verantwortlich gezeigt, das erschwert die Ermittlungen.“ Fest stehe, dass der überwiegende Teil der Gottesdienstteilnehmer aus Rumänien stammt und in Gelsenkirchen wohnt.

Dabei handele es sich aber nicht, wie zunächst angenommen, um die Neuapostolische Kirche, der das Gebäude ursprünglich gehörte. 2017 habe sie das Gebäude weiterverkauft.

Nach Angaben der Beamten hatte ein Zeuge der Polizei alarmiert, nachdem eine größere Zahl von Menschen am Donnerstagabend das Gotteshaus betreten hatte. Die Polizei spricht von „eklatanten Verstößen“. Dies sei schon der zweite Gottesdienst, mit dem in diesem Jahr gegen die Schutzverordnung verstoßen worden sei. „Da können wir nur mit dem Kopf schütteln“, sagte der Sprecher.

(dan/bsch/dpa/AFP)