Staatsanwaltschaft wirft Arzt Totschlag vor „Wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen“

Essen/Heidelberg · Ein Oberarzt der Uniklinik Essen soll zwei Corona-Patienten ein tödliches Mittel gespritzt haben. Zwei Ex-Arbeitgeber des Anästhesisten forschen nun in ihren Kliniken nach – auf eigene Faust. Unter Kollegen war der 44-Jährige beliebt.

 Ein Oberarzt der Essener Uniklinik steht unter Verdacht, zwei Patienten getötet zu haben.

Ein Oberarzt der Essener Uniklinik steht unter Verdacht, zwei Patienten getötet zu haben.

Foto: dpa/Marcel Kusch

Den Patienten erlösen, das Leiden der Angehörigen beenden – so soll der Oberarzt aus Essen es bei der Polizei gerechtfertigt haben. Doch haben sich die beiden Menschen ihren vorzeitigen Tod auch selbst gewünscht? Dafür gibt es laut Staatsanwaltschaft Essen keine Hinweise. Die Vorwürfe gegen den 44-jährigen Arzt der Uniklinik wiegen schwer: Mitte November soll er auf der Intensivstation zwei Corona-Patienten ein tödliches Medikament gespritzt haben.