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Corona-Pandemie in NRW: 7-Tage-Inzidenz in Baesweiler über 500

Corona-Pandemie : Sieben-Tage-Inzidenz in NRW-Stadt liegt bei 517

Im Coronavirus-Hotspot Baesweiler in der Nähe von Aachen ist die wichtige Kennziffer für Neuinfektionen am Mittwoch erneut leicht zurückgegangen. Sie liegt trotzdem weiter über 500.

Mit 517 war der von der Städteregion Aachen mitgeteilte Wert immer noch sehr hoch. Am Dienstag waren noch 546 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet worden, das war bereits ein leichter Rückgang gegenüber dem Wochenbeginn. NRW-weit gab es 121,8 neue Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

Baesweiler hat seit der vorigen Woche hohe Infektionswerte. Seitdem sind in der 27.000-Einwohner-Stadt Sportplätze und Turnhallen geschlossen, die Besucherzahlen bei Trauungen und Beerdigungen sind begrenzt. Ausgangspunkt der Infektionswelle waren nach Angaben der Stadt vor allem Familienfeiern.

Am Mittwoch gab es in Baesweiler noch 122 Corona-Kranke. In der Städteregion Aachen mit insgesamt zehn Kommunen stieg die Infektionskennziffer auf 210. Landesweit gab es damit am Mittwoch in der Städteregion Aachen die höchste Sieben-Tage-Inzidenz.

In den vergangenen sieben Tagen wurden dem Robert-Koch-Institut in NRW insgesamt 21.854 neue Fälle gemeldet. Das sind 3084 mehr als am Vortag. Pro 100.000 Einwohner wurden somit in der vergangenen Woche 121,8 Neuinfektionen bekannt. Bereits bei Werten ab 50 müssen die Behörden in NRW zwingend weitergehende Regeln für das öffentliche Leben erlassen. Das trifft inzwischen auf fast alle Städte und Kreise in NRW zu.

Die Reproduktionszahl, auch als R-Wert bekannt, liegt den Berechnungen des Forschungszentrums Jülich zufolge in NRW momentan bei 1,42. Das deutet, dass ein Infizierter im Schnitt mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Am Vortag lag der Wert ebenfalls bei 1,42.

In Aachen werden mittlerweile auch Patienten aus Belgien behandelt. Belgien ist nach Angaben der EU-Seuchenbehörde ECDC EU-weit das Land mit den meisten Corona-Infektionen binnen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner – dieser Wert lag am Dienstag bei 1390,9. In der belgischen Provinz Lüttich sind Dutzende Ärzte und Pfleger in den völlig überlasteten Kliniken trotz Corona-Infektion im Dienst, berichten Gewerkschafter.

(mba/dpa)