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Corona NRW: Weihnachtsmärkte erlaubt, Geschäfte dürfen im Advent sonntags öffnen

Weihnachtsmärkte unter Auflagen erlaubt : Geschäfte in NRW dürfen in Adventszeit sonntags öffnen

Weihnachtsmärkte, Einkaufen im Advent, Fußball-Bundesliga: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich zu verschiedenen Themen in der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen geäußert. Ein Überblick.

  • Weihnachtsmärkte: Weihnachtsmärkte werden durch die neue Coronaschutz-Verordnung, die ab Donnerstag gilt, unter Auflagen erlaubt. Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Voraussetzungen seien unter anderem eine Zugangssteuerung, ein Hygienekonzept und Namenslisten für Stehtische an Glühweinständen.
  • Einkaufen im Advent: In der Adventszeit dürfen Geschäfte in Nordrhein-Westfalen sonntags von 13 bis 18 Uhr öffnen, wie Laumann sagte. Damit solle das Gedränge in Fußgängerzonen an den Adventssamstagen entzerrt werden. Es handele sich um eine einmalige Maßnahme in der Corona-Pandemie. Das Land wolle damit nicht den Sonntagsschutz aushöhlen.
  • Bußgelder: Für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land künftig ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Zu zahlen ist die Strafe demnach von denjenigen, die die falschen Kontakte auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung angeben. Aber auch Wirte müssen die Angaben auf den Listen auf Plausibilität überprüfen.
  • Feiern: Private Feiern zu herausragenden Anlässen wie Hochzeiten mit mehr als 50 Gästen müssen in Nordrhein-Westfalen künftig den Behörden gemeldet werden. Das gilt nur für Feiern außerhalb des privaten Bereichs etwa in Gaststätten, wie Laumann mitteilte. Die Feiern müssten mindestens drei Werktage vorher beim örtlichen Ordnungsamt angemeldet werden. Außerdem müsse eine für die Feier verantwortliche Person benannt werden. Für die Veranstaltung müsse eine Gästeliste geführt werden. Wichtig sei zu wissen, dass die Ordnungsämter kein Genehmigungsverfahren durchführten. Es gehe vielmehr darum, dass die Ämter Kenntnis hätten, welche Feiern in der jeweiligen Kommune stattfinden und gegebenenfalls kontrollieren könnten, ob die Corona-Auflagen eingehalten würden. Unverändert gelte die Höchstgrenze von 150 Gästen für private Feiern im öffentlichen Raum.
  • Maskenpflicht im Büro: Die Landesregierung plant keine Maskenpflicht am Arbeitsplatz in Büros und Behörden. Laumann sagte, er sehe keinen Anlass dafür, dass es in NRW wie in Berlin allgemeine Regelungen über alle Behörden und Büros hinweg geben müsste. Corona-Infektionen am Arbeitsplatz machten nur rund sechs Prozent aller Infektionen aus. Ein größeres Risiko stellten derzeit vielmehr Feiern dar.
  • Alkoholkonsum: In NRW soll es keine generellen Alkoholverbote wegen Corona geben. Gesundheitsminister Laumann sagte am Mittwoch, er könne sich das - wenn überhaupt - bei einem „diffusen“ Infektionsgeschehen vorstellen, bei dem man den Hergang nicht nachvollziehen könne. Dann könnte man theoretisch darüber nachdenken, an einzelnen Plätzen oder Straßen an bestimmten Tagen oder Uhrzeiten über ein Alkoholverbot nachdenken. „Wenn sich vier Doppelkopf-Freunde in der Kneipe treffen, warum sollen sie dann kein Bier dazu trinken, wenn der Wirt danach die Gläser bei 60 Grad spült?“, sagte Laumann. Die Bundesregierung hatte Anfang der Woche den Vorschlag ins Spiel gebracht, Alkoholausschank in besonders betroffenen Regionen unter bestimmten Bedingungen befristet begrenzen lassen.
  • Fußball-Bundesliga: Die Entscheidung über die Genehmigung von Zuschauern bei Fußballspielen soll künftig spätestens am Tag vorher entsprechend des Infektionsgeschehens fallen. Das sagte Gesundheitsminister Laumann am Mittwoch. Entscheidend sei zum Beispiel bei einem für Samstags angesetzten Spiel die Kennzahl vom Freitag. Ab dem Wert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen wären Zuschauer damit verboten. Zuletzt waren beim Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen wenige Stunden vor Anpfiff Fans ausgeschlossen worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zu dem Zeitpunkt bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das Geld für die Eintrittskarten solle „schnellstmöglich über die jeweils gewählte Zahlungsform“ erstattet werden, teilte der Verein mit.
  • Teststrategie: Das Land NRW will seine Corona-Teststrategie um Schnelltests erweitern. Laumann sagte, dass man ab 1. November Details nennen könne. Er selbst setze sehr stark auf die Tests, die innerhalb von 15 oder 30 Minuten ein Ergebnis brächten. Er rechne auch damit, dass die Gesetzlichen Krankenkassen Tests bezahlen werden.

(mba/dpa)