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Corona NRW: Notfall-Szenarien für Abschlussprüfungen wird vorbereitet

Betrieb wegen Corona-Krise gestört : Schulministerium bereitet Notfall-Szenarien für Abschlussprüfungen vor

Das Schulministerium bereitet Notfall-Szenarien für Abschlussprüfungen in Nordrhein-Westfalen vor, falls der Schulbetrieb in der Corona-Krise länger gestört bleibt.

Sollten die Abiturprüfungen trotz des neuen Zeitplans ab 12. Mai nicht wie vorgesehen ablaufen können oder sogar abgebrochen werden müssen, „könnte sich die Vergabe der allgemeinen Hochschulreife nach anderen Regelungen richten“, heißt es in einem Bericht des Ministeriums für die Sitzung des Landtags-Schulausschusses am Mittwoch. „Darüber beraten die Länder derzeit in der Kultusministerkonferenz.“

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Konkreter werden die Notfall-Pläne bei den Schulabschlüssen nach der zehnten Klasse. Sollte der organisatorische und pädagogische Vorlauf wegen der aktuellen Lage nicht gewährleistet werden können, sehe der Pandemie-Gesetzentwurf der Landesregierung die Befugnis des Ministeriums vor, „das Abschlussverfahren auszusetzen oder auf landeseinheitliche Aufgaben zu verzichten“. Konkret könnte das laut Ministerium bedeuten, dass auf schriftliche Prüfungen mit landesweit gestellten Aufgaben verzichtet würde und an ihre Stelle „dezentrale schriftliche Prüfungen treten, die die Schulen selbst stellen“. Diese Prüfungen würden auch den tatsächlich erteilten Unterricht berücksichtigen. Mündliche Prüfungen würden entfallen.

Lesen Sie hier: Plan für Prüfungen an weiterführenden Schulen wackelt noch

Wegen der Pandemie hat die Landesregierung alle Schulen in NRW bis zum 19. April geschlossen. Wie es nach diesem Datum weitergeht, soll nach Ostern in einer Schalte der Landesregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besprochen werden.

(eh/dpa)