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Corona NRW: Massenimpfungen sollen ab Mitte 2021 beginnen

Konzept der Landesregierung : Massenimpfungen in NRW sollen ab Mitte 2021 beginnen

Das NRW-Gesundheitsministerium geht davon aus, dass Massenimpfungen gegen das Coronavirus im Land erst Mitte 2021 beginnen. Gefährdete Gruppen und medizinisches Personal sollen bereits früher geimpft werden.

In einer Frühphase ab Mitte Dezember könnten zunächst vulnerable Personengruppen und medizinisches Personal in Krankenhäusern sowie Pflegekräfte in Heimen geimpft werden, ab März auch Beschäftigte der kritischen Infrastruktur sowie ambulantes medizinisches Personal und ambulante Pflegekräfte. Das geht aus einer „Skizze zur Impforganisation in Nordrhein-Westfalen“ hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Bild.de“ hatte zuvor berichtet.

Das Ministerium geht davon aus, dass alleine in der ersten Welle rund 900.000 Menschen geimpft würden, darunter rund 150.000 Mitarbeiter in Krankenhäusern. Vulnerable Gruppen sollen vor allem vor Ort in den Heimen oder ihren Wohnungen geimpft werden. In den Impfzentren, die gerade geplant werden, wird der größte Ansturm ab März erwartet. Kostenpflichtiger Inhalt Gewerkschaften fordern bereits Vorfahrt bei der Impfung für Mediziner, Pflegekräfte, Polizei, Lokführer, Lehrer und Erzieher.

„Die Größe der einzurichtenden Impfzentren muss sich an der Bevölkerungszahl eines Kreises bzw. einer kreisfreien Stadt orientieren. In der Startphase - mit nur einem Impfstoff (Biontech) und einer höheren Anzahl der aufsuchenden Impfungen - müssen etwa 10.000 Impfungen/Monat/100.000 Einwohner in der Impfstelle ermöglicht werden“, heißt es in der Skizze.

Kostenpflichtiger Inhalt Das Land Nordrhein-Westfalen plant 53 Corona-Impfzentren. „Die Planungen von Bund und Ländern sehen vor, dass der Bund die Impfdosen beschafft und sie an feste Lager-Standorte in jedem Bundesland verteilt“, heißt es in der Vorlage des NRW-Finanzministeriums für den Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags. Für NRW sind dabei maximal zwölf dieser Stellen geplant. Die Impfung selbst erfolge über 53 Impfzentren – eines je Kreis oder kreisfreier Stadt. Zusätzlich sollen mobile Teams eingesetzt werden, um etwa Risikogruppen in stationären Einrichtungen zu testen. Wie aus der Vorlage hervorgeht, rechnet die Landesregierung mit mindestens 100 Millionen Euro.

(mba/dpa)