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Corona NRW: Inzidenz steigt - Düsseldorf drohen Einschränkungen

Corona-Pandemie : Inzidenzwert in NRW steigt - Düsseldorf drohen Einschränkungen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW ist am Sonntag auf 125 gestiegen. Remscheid hat landesweit den höchsten Wert und liegt 217,4. Ab Dienstag gilt dort eine Ausgangssperre. Düsseldorf liegt den dritten Tag in Folge bei über 100.

In den vergangenen sieben Tagen wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) in NRW insgesamt 22.442 neue Fälle gemeldet. Pro 100.000 Einwohner wurden somit in der vergangenen Woche 125 Neuinfektionen bekannt. In der Vorwoche wurden noch höhere Zahlen erfasst, damals meldete das RKI 23.118 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen, was einem Wert von 128,8 entspricht. Im Vergleich zum Vortag ist die Inzidenz jedoch am Sonntag erneut gestiegen (Samstag: 115). (Stand: 11. April)

Auch für Sonntag betont das RKI, bei Interpretation der Zahlen sei zu beachten, dass rund um Ostern weniger Proben genommen wurden und entsprechend weniger Meldungen an die Gesundheitsämter gingen. Am Wochenende sind die Fallzahlen generell meist niedriger, unter anderem weil weniger getestet wird.

In nur noch elf Kreisen und kreisfreien Städten in NRW lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag unter der Marke von 100.  Das in NRW am heftigsten betroffene Gebiet ist Remscheid. Hier gab es in den letzten sieben Tagen 217,4 bestätigte Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Am Sonntag wurde bekannt gegeben, dass es ab Dienstag eine Ausgangssperre geben wird. Die größte NRW-Stadt Köln liegt bei 128,1.  Düsseldorf liegt mit 109,3 ebenfalls über der 100er-Marke - und zwar den dritten Tag in Folge. Damit müsste ab Mitte der Woche auch in der Landeshauptstadt erstmals die sogenannte Corona-Notbremse ziehen. Die Kommunen können allerdings Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativen Schnelltest erlauben. Nun sollen die Regeln überall in Deutschland einheitlich werden. Welche Maßnahmen und Regeln zur Debatte stehen, lesen Sie hier.

Die Reproduktionszahl, auch als R-Wert bekannt, liegt den Berechnungen des Forschungszentrums Jülich zufolge momentan bei 1,04. Das deutet, dass ein Infizierter im Schnitt mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Am Vortag lag der Wert noch bei 1,05.

Registrierungspflichtiger Inhalt: Warum die Zahlen in den Städten in einem Bundesland so unterschiedlich sein können, lesen Sie hier.

Die zehn Städte und Gemeinden mit den höchsten Werten bei der Sieben-Tage-Inzidenz sehen Sie hier:

  1. Remscheid 217,4
  2. Hagen 206,2
  3. Herne 197,5
  4. Märkischer Kreis 195,0
  5. Kreis Siegen-Wittgenstein 188,5
  6. Duisburg  182,7
  7. Solingen 179,0
  8. Oberbergischer Kreis 167,6
  9. Wuppertal 158,8 
  10. Kreis Lippe 154,0

Hinweis: Die hier genannten Zahlen stammen vom Robert-Koch-Institut und sind auch Basis unserer Grafiken. Sie können von den Zahlen der örtlichen Gesundheitsämter abweichen, die sich in einigen unserer Artikel finden. Die Städte und das RKI erheben ihre Werte zu verschiedenen Zeitpunkten.

Umfassende Informationen zur Corona-Lage und Daten finden Sie hier.

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(siev/th/jco/top/dtm/mba/chal/bsch)