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Corona NRW: Beamte bekommen mehr Sonderurlaub für Kinderbetreuung

Corona-Pandemie : NRW-Beamte bekommen mehr Sonderurlaub für Kinderbetreuung

Die Landesbeamten in Nordrhein-Westfalen erhalten wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2021 mehr Sonderurlaub zur Betreuung ihrer Kinder.

Dies hat die Landesregierung in ihrer Kabinettssitzung am Dienstag beschlossen. Zuvor hatte die Bundesregierung für 2021 eine Erweiterung der Kinderkrankentage für gesetzlich Versicherte eingeführt.

Die Landesregierung legt außerdem ein Landesprogramm auf, damit auch selbstständig oder freiberuflich tätige Eltern einen Anspruch auf Betreuungstage erhalten. „Die Regelungen gelten auch dann, wenn die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung geöffnet sind, aber an die Eltern appelliert wird, die Kinder nicht betreuen zu lassen“, hieß es in einer Mitteilung.

Landesbeamte können laut einer Mitteilung der Ministerien für Inneres und Familie pro Kind bis zu 20, insgesamt jedoch maximal 45 Sonderurlaubstage pro Jahr geltend machen. Für Alleinerziehende erhöht sich die Zahl auf bis zu 40 Sonderurlaubstage pro Kind und maximal 90 Sonderurlaubstage im Jahr. Wie bisher können die Tage auch weiterhin zur Betreuung kranker, behinderter oder auf Hilfe angewiesener Kinder gewährt werden. „Ergänzend können die Tage nun auch bewilligt werden, wenn Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen coronabedingt vorübergehend geschlossen werden müssen oder ihr Angebot nur eingeschränkt zur Verfügung stellen können.“

Die Regelung werde über eine Änderung der Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW umgesetzt. Diese gelte nur für das Jahr 2021 und trete rückwirkend zum 5. Januar in Kraft.

Gesetzlich versicherte Eltern erhalten von den gesetzlichen Krankenversicherung einen Ausgleich von 90 Prozent des Nettoverdienstes, wenn sie wegen der Krankheit eines Kindes unter zwölf Jahren nicht arbeiten können. In diesem Jahr soll es das Geld auch geben, wenn Eltern wegen Schul- und Kitaschließung nicht wie gewohnt arbeiten können. Die Bundesregierung wolle es Eltern ermöglichen, „sich unkompliziert und ohne finanzielle Verluste um ihre Kinder zu Hause zu kümmern", erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

(mba/dpa)