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Corona-Krise in NRW: Nass-kaltes Wetter am Sonntag

Corona-Krise in NRW : Nass-kaltes Wetter am Sonntag könnte Kontaktverbot-Kontrollen erleichtern

Nach schönem Wetter und vielen Kontrollen am Samstag sollte der nass-kalte Sonntag den Behörden etwas Entspannung bringen. Dagegen werden die Anträge auf Soforthilfe von Kleinunternehmen wohl nicht abreißen.

Am zweiten Wochenende mit massiven Einschränkungen wegen des Coronavirus in NRW sollte den Kontroll-Behörden das Wetter zur Hilfe kommen: Am erwartet nass-kalten Sonntag werden wohl deutlich weniger Leute nach draußen gehen als am schönen Samstag.

Am Sonntag ist es in Nordrhein-Westfalen stark bewölkt, ab dem Vormittag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Regenschauern, teils bis in tiefe Lagen mit Schnee vermischt. Im Bergischen wird mit Schneefall gerechnet. Die Temperaturen liegen bei maximal 4 bis 8 Grad, im höheren Bergland bei 2 bis 4 Grad. Dazu kann es teils stürmische Böen geben, auch einzelne Sturmböen sind nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zu Montag ist es meist klar und trocken. Die Temperatur fällt auf bis zu minus 6 Grad, im Bergland sogar auf bis zu minus 8 Grad. Gebietsweise kann es glatt werden. Am Montag erwarten die DWD-Meteorologen ab dem Vormittag Schauer. Außerdem kann es bis ins Flachland schneien. Die Höchstwerte betragen zwischen 5 und 8 Grad, im Bergland nur zwischen 2 bis 5 Grad. Die Nacht auf Dienstag wird weitgehend klar und trocken. Bei Temperaturen bis zu minus 4 Grad, im Bergland bis zu minus 6 Grad, wird es stellenweise glatt.

Polizei und Städte hatten sich bei ihren Kontrollen auf die Hot-Spots konzentriert, aber nach ersten Angaben nur vereinzelt Verstöße gegen das Kontaktverbot festgestellt. Seit Montag gilt in NRW ein Kontaktverbot, nach dem sich nicht mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum versammeln dürfen. Ausgenommen davon sind Familien sowie gemeinsam in einem Haushalt lebende Personen. Die Regelungen in NRW gelten zunächst bis zum 19. April, also bis nach Ostern.

Die Kirchen im Land bereiten sich deshalb schon jetzt auf Ostermessen im Internet vor. „Ostern fällt ja nicht aus und wir wollen es auch mit den Gläubigen zusammen feiern, notfalls eben medial vermittelt“, sagte ein Sprecher des Erzbistums Paderborn. Weil Gottesdienste vor Publikum bis auf Weiteres nicht stattfinden dürfen, zeigen die Kirchen in Nordrhein-Westfalen regelmäßig Gebete, Messen und Andachten via Internet - das soll sich auch über Karwoche und Osterfeiertage fortsetzen, heißt es aus den Bistümern und Landeskirchen. Dann sollen auch die großen Festtagsgottesdienste in den sozialen Medien übertragen werden.

Die Zahl der Kleinunternehmer und Selbstständigen wird wohl derweil auch am Sonntag weiter steigen, die Anträge auf die finanzielle Corona-Soforthilfe des Landes stellen. In den ersten 24 Stunden nach Start des Programms am Freitagnachmittag waren mehr als 130.000 Anträge eingegangen, 4800 davon wurden in der Zeit bewilligt. Für die schnelle Bewilligung arbeiten übers Wochenende nach Angaben des Wirtschaftsministeriums rund 700 Menschen in den fünf Bezirksregierungen.

(mba/dpa)