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Corona-Krise: Deutlich weniger Unfalltote in NRW

Auch Einbruchszahlen rückläufig : Deutlich weniger Unfalltote in NRW

Die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr ist in Nordrhein-Westfalen im März - vermutlich bedingt durch die Corona-Krise - deutlich gesunken. Spürbare Rückgänge gibt es auch bei Taschendiebstählen und Einbrüchen.

Lediglich 23 Menschen kamen im vergangenen Monat im Land bei Verkehrsunfällen ums Leben, teilte ein Polizeisprecher in Duisburg mit. Im März 2019 seien es 37 Tote gewesen. Der Rückgang beträgt somit 38 Prozent.

Die Corona-Krise führe zu einem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen. Die Polizei warnte davor, die freieren Straßen zu nutzen, um zu rasen. Die Tempokontrollen seien keineswegs ausgesetzt. Die Polizei schreite konsequent ein.

Spürbare Rückgänge gibt es im März auch bei Taschendiebstählen, Einbrüchen und Raubdelikten - möglicherweise, weil sehr viel weniger Menschen auf den Straßen sind und weil viele Wohnungen auch tagsüber nicht leerstehen, was Einbrecher abschrecken könnte. Das Innenministerium schränkte ein, dass die Zahlen noch nicht belastbar seien. Aber es zeigten sich erste Tendenzen.

Demnach seien zum Stichtag 25. März die Einbruchszahlen um 30 Prozent zurückgegangen. Es habe auch ein Drittel weniger Taschendiebstähle und 170 Raubdelikte weniger gegeben. Die Zahl der Wohnungseinbrüche sank von 2091 im Vorjahresmonat auf aktuell 1423 in NRW (1.3.-29.3.).

Damit nehme die Arbeitsbelastung der Polizei in einigen Bereichen ab, zugleich bringe die Pandemie aber neue Herausforderungen, erklärte das Innenministerium. So seien neue Betrugsmaschen aufgetaucht, bei denen die Corona-Angst der Bevölkerung ausgenutzt werde. Hinzu kämen Diebstähle von Desinfektionsmitteln und Schutzausrüstung. Außerdem unterstütze die Polizei landesweit die Ordnungsämter bei der Durchsetzung der Kontaktverbote der Corona-Schutzverordnung.

Kurzarbeit für Polizisten sei ohnehin nicht möglich, erklärte das Ministerium. Diese Möglichkeit bestehe nicht für Beamte.

(hsr/dpa)