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Corona in NRW: Polizei ist für Ansturm auf Wintersportgebiete gerüstet

Sauerland und Eifel : Polizei meldet weitgehend ruhige Lage in Wintersportgebieten

Der massive Andrang von Tagestouristen in die verschneiten Gebiete im Sauerland oder in der Eifel ist am Samstag ausgeblieben. Die Polizei hat auf Parkplätzen Stellung bezogen, Zufahrtsstraßen sind gesperrt.

Der befürchtete Ansturm auf die verschneiten Wintersportgebiete in Nordrhein-Westfalen ist am Samstag ausgeblieben. Nach Polizeiangaben war es an beliebten Orten im Sauerland und in der Eifel ruhig. Rund um Winterberg sei so gut wie kein Verkehr auf den Straßen zu beobachten, sagte eine Sprecherin der Polizei bereits am Vormittag. Vereinzelt waren Autos zu sehen, die an gesperrten Parkplätzen hielten und weitergeschickt wurden, wie ein dpa-Reporter berichtete. Ansonsten sei es sehr entspannt gewesen - ohne Andrang oder Staus.

Im Tagesverlauf seien an einigen Wanderparkplätzen hinter der gesperrten Zone und den Rodelpisten allerdings einige Tagestouristen unterwegs gewesen. Der Zulauf in Winterberg, Schmallenberg, Sundern und Olsberg habe sich aber in Grenzen gehalten und sei kein Vergleich zum Jahreswechsel, sagte ein Sprecher. Allgemein sei es für einen Samstag sehr ruhig geblieben: „Wir sind sehr zufrieden, wie es gelaufen ist.“ Die Maßnahmen der einzelnen Städte mit den verstärkten Kontrollen und die Sperrungen haben „die erhoffte Wirkung gezeigt, es haben sich heute weniger Tagestouristen als am vergangenen Wochenende auf den Weg ins Sauerland gemacht“, hieß es in einer Mitteilung. Insgesamt wurden 36 Verstöße gegen die Bestimmungen und die Corona-Schutzverordnung festgestellt.

Auch in der Eifel gab es laut Polizei fast keinen Zustrom. Etwa in Hellenthal war es ruhig. Lediglich in Bad Münstereifel seien einige Parkplätze ausgelastet gewesen, sagte ein Sprecher. Die Straßen seien dennoch frei gewesen und es habe keine Verstöße gegen die Corona-Regeln gegeben. Die Lage war demnach unauffällig. Außer ein paar Landwirten, die sich über parkende Autos auf ihren Äckern beschwert hätten, habe es keine Besonderheiten gegeben.

In Olpe kam es ebenfalls nur zu einem geringen Aufkommen. Über den Tag seien keine ordnungsrechtlichen Maßnahmen nötig gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Außerhalb der gesperrten Stellen im Skigebiet Fahlenscheid seien ein paar Wiesen mit relativ wenig Menschen belegt gewesen. Auch dort gab es aber keine besonderen Vorfälle. Dennoch bleibe der Appell an die Tagestouristen bestehen: „Bleiben Sie zu Hause“. Alle Maßnahmen würden weiterhin gelten - auch für den Sonntag. Da sei man gespannt, was passiert, so der Sprecher. Denn der Samstag sei auch bisher der eher ruhigere Tag des Wochenendes gewesen.

Für das Wochenende hatten die Behörden erneut mit Besucherströmen in die mit Schnee bedeckten Gebiete im Sauerland oder in der Eifel gerechnet. Zum Jahreswechsel waren zahlreiche Menschen zum Skifahren oder Rodeln angereist und hatten vor Ort für Chaos gesorgt.

In der Corona-Pandemie sind viele Hänge, Skilifte und Rodelpisten wegen der Hygienevorschriften gesperrt. Auch die nötige Infrastruktur für Tagestouristen wie Parkplätze oder Toiletten sind gesperrt. So kündigte die Polizei des Hochsauerlandkreises schon am Freitag wieder verstärkte Kontrollen an. Unterstützt werden die Beamten dabei durch Hundertschaften der Bereitschaftspolizei und einer Reiterstaffel. Bereits am Samstagvormittag waren in Winterberg etwa 20 Fahrzeuge der Polizei vor Ort.

Auch am Sonntag bleibt der Schnee nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Bergland vorerst liegen. Leichter Schneefall sei erneut nicht ausgeschlossen, sagte eine Meteorologin am Samstag. Zudem sei es überwiegend kalt und trüb. Die Polizei warnt vor einer erhöhten Schneebruchgefahr. Durch die Schneelast sei mit dem Abbrechen von Baumkronen oder Ästen zu rechnen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Polizei-Einsatz gegen Ansturm auf Winterorte in NRW

(felt/top/dpa)