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Corona in NRW: Mehr Kontrollen, erweiterte Maskenpflicht und Verweilverbot

Wochenende in NRW : Diese Corona-Regeln gelten für Ausflüge in die Städte

Die milden Temperaturen am Wochenende verlocken wieder zu Ausflügen. Doch kommen zu viele Menschen an einem Ort zusammen, drohen Verstöße gegen die Corona-Regeln. Was ist erlaubt? Und was nicht?

Das schöne Wetter am vergangenen Wochenende hat für viele Corona-Verstöße gesorgt - zu groß war der Andrang auf die Schönwetter-Hotspots in Nordrhein-Westfalen. Das hat Konsequenzen. Viele Städte haben für das Wochenende mehr Kontrollen angekündigt,  vor allem Parks und Grünanlagen sollen stärker überprüft werden.

Spazieren gehen ist natürlich weiterhin erlaubt, allerdings mit Einschränkungen. Nachdem über zehntausend Menschen auch aus dem Umland nach Düsseldorf geströmt sind, sprach Oberbürgermeister Stephan Keller von „unhaltbaren Zuständen“. Deswegen gibt es an den kommenden Wochenenden bis zum 14. März ein „Verweilverbot“ für die Altstadt und das nahe Rheinufer. Das bedeutet: Es ist dort nicht erlaubt, sich für ein Picknick hinzusetzen oder ein Eis zu essen. Die Besucher müssen sich bewegen und dürfen nicht länger stehen bleiben. Dieses Verbot ist rechtens, der Eilantrag eines Bürgers wurde vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Die Rechte des Bürgers würden nur „geringfügig eingeschränkt“ und die Gesundheit der Bevölkerung stehe vor den persönlichen Interessen, so das Gericht. Außerdem sei die Verfügung bis zum 14. März begrenzt. 

Wer sich in die Stadt begibt, muss seinen Mundnasenschutz jetzt nicht nur in der Altstadt tragen, sondern auch von den Rheinterrassen im Norden bis zur Dreieckswiese vor dem KIT.  Die Polizei wird ihre Präsenz in Düsseldorf am Wochenende verstärken.

Auch Dortmund setzt auf mehr Maske. Sie gilt nun am stark frequentierten Phoenix-See, im Fredenbaumpark, Westpark, Rombergpark, Revierpark Wischlingen und Hoeschpark. Dort muss am Wochenende zwischen 12 und 18 Uhr ein Mundnasenschutz getragen werden. Für den Westfalenpark gilt das nicht: Da es dort eine Zugangsregelung gibt, muss dort nur eine Maske getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Die Stadt appellierte, Hotspots zu meiden und stattdessen zum Beispiel einen städtischen Wald zu besuchen. „Auch die Friedhöfe werden heute von Spaziergängern zunehmend als Orte der Erholung genutzt“, erklärte die Stadt. Naturschützer loben Friedhöfe schon längst als grüne Oasen. Die Stadt hat  auch andere Grünflächen zu bieten, wie zum Beispiel den Gipfel des Deusenbergs in Huckarde, die Anlage „An den Teichen“ in Eving, den Volksgarten in Lütgendortmund oder den Landschaftspark „Alte Körne“ in Scharnhorst.

Mehr Maske auch in Duisburg, dort gilt die Erweiterung für die Fußgängerzonen. Außerdem können einige Spielplätze nur bedingt genutzt werden. Sperrzonen gibt es in der Stadt nicht. Man sollte beim Spazierengehen und Aufenthalt im Freien aber Orte meiden, in denen die Corona-Regeln nicht eingehalten werden können, rät die Stadt. An den kommenden Wochenenden wird die Polizei stärker kontrollieren, insbesondere an der Sechs-Seen-Platte, der Regattabahn und im Landschaftspark Duisburg Nord.

In Köln gilt die erweiterte Maskenpflicht an den Wochenenden von 10 bis 22 Uhr im Stadtgarten, am Aachener Weiher, im Volksgarten und im Jugendpark. Um darüber zu informieren, schickt die Stadt Fahrrad-Rikschas los, die bei Bedarf sogar kostenlose OP-Masken verteilen. Wo Maskenpflicht gilt, darf die Bedeckung auch zum Rauchen nicht abgenommen werden. Beim Essen und Trinken im Stehen oder Sitzen ist das aber erlaubt.

Bonn ist gegen Absperrungen und Einschränkungen. Dadurch würde nur ein Verdrängungseffekt entstehen. In den noch zugänglichen Gebieten wären dann noch mehr Menschen unterwegs, erklärte die Stadt. Kontrolliert wird aber auch weiter an beliebten Ausflugszielen. In der Rheinaue, dem Park am Rand des früheren Regierungsviertels, und am Rheinufer sei es zuletzt zwar voll gewesen, aber die Ausflügler hätten Abstand gehalten. „Im Zweifel Maske tragen“, riet die Stadt.

Im Siebengebirge, wo schon zu Nicht-Coronazeiten die Parkplätze an Wochenenden randvoll sind, will die Stadt Königswinter die Lage genau beobachten. Voriges Wochenende hatte es Knöllchen für Falschparker gehagelt.

Auch Aachen erteilte Sperrungen eine Absage. Dies geschehe „in der Hoffnung“, dass die bestehenden Regeln der Coronaschutzverordnung von den Bürgern eigenverantwortlich eingehalten würden, teilte die Stadt mit. Am vergangenen Wochenende hatte der Ordnungsdienst an vielen Stellen Verstöße gegen das Abstandsgebot festgestellt.

(desa/dpa)