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Corona: Frauen verweigern Maske und müssen Zug verlassen

Auf der Fahrt zu Demo in Berlin : Maske verweigert – Frauen müssen in Dortmund Zug verlassen

Vier Frauen aus NRW haben sich am Freitag der Maskenpflicht im Zug widersetzt. Die Bundespolizei schritt ein, die Frauen mussten den Zug von Dortmund nach Berlin verlassen. Der Vorfall könnte für sie ein teures Nachspiel haben.

Am Hauptbahnhof in Dortmund haben sich am Freitag vier Frauen aus NRW geweigert, der Maskenpflicht nachzukommen. Laut Bundespolizei waren sie auf dem Weg zu einer Demonstration in Berlin. Dort waren am Samstag rund 20.000 Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen auf die Straße gegangen.

Die Frauen wollten demnach um 8 Uhr den Flixtrain von Dortmund nach Berlin nehmen. Im Zug sei es zu Problemen mit anderen Fahrgästen gekommen, weil die Frauen sich vehement weigerten, den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen. Deshalb verwies ein Zugbegleiter sie des Zuges, die Frauen kamen seiner Aufforderung aber nicht nach und der Mann rief die Bundespolizei.

Diese habe die Frauen anschließend befragt. Eine 49-Jährige aus Viersen erklärte, sie habe ein ärztliches Attest und müsse keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wie sich später herausstellte, war das allerdings gelogen. Schließlich konnten die Bundespolizisten die vier – neben der Viersenerin eine 55-Jährige aus Nettetal, eine 56-Jährige ebenfalls aus Viersen und eine 61-Jährige aus Wegberg – dazu bewegen, den Zug zu verlassen.

Auf dem Bahnsteig wurden ihre Personalien aufgenommen, dazu bekamen sie einen Platzverweis für den Dortmunder Hauptbahnhof – weil sie auch am Gleis keine Maske aufsetzen wollten. Der Zug, den sie eigentlich hatten nehmen wollen, fuhr schließlich mit 20 Minuten Verspätung ohne sie los.

Ob die Frauen für die Verspätung aufkommen müssen, ist noch nicht klar. Dies müsse Flixtrain zivilrechtlich klären, so die Bundespolizei. Sollte das jedoch der Fall sein, „könnte es eine teure Bahnreise gewesen sein“.

(kess)