Bundesverdienstkreuz 2019 geht an Alexander Gerst und Udo Lindenberg aus NRW

Bundespräsident ehrt auch Prominente : Vier Menschen aus NRW bekommen das Bundesverdienstkreuz

Vier Menschen aus Nordrhein-Westfalen werden mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Unter ihnen sind prominente Namen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrt vier Menschen aus Nordrhein-Westfalen mit dem Bundesverdienstkreuz: Astronaut Alexander Gerst, Sänger Udo Lindenberg, Opernsängerin Edda Moser und Mathematiker Peter Scholze. Sie erhalten die Auszeichnung der Bundesrepublik, wie das Bundespräsidialamt am Montag in Berlin mitteilte. Steinmeier überreicht die Ehrungen am 2. Oktober in seinem Amtssitz Schloss Bellevue.

Die Auszeichnung steht unter dem Motto „Mut zur Zukunft: Grenzen überwinden“ und ehrt besonders engagierte Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft. „Es sind Menschen, die mit Tatkraft und Mut unsere Gesellschaft und unsere Zukunft gestalten und dabei auch Grenzen überwinden“, schrieb das Bundespräsidialamt.

Der Kölner Gerst habe sich als engagierter Weltbürger mit seiner wissenschaftlichen Exzellenz, Energie und Eloquenz verdient gemacht. Er sei ein großes Vorbild, hieß es zur Begründung. Eindringlich seien etwa seine Appelle zu Umwelt- und Klimaschutz und seine Ansicht, dass die Raumfahrt der Völkerverständigung diene.

Der gebürtige Westfale Lindenberg werde für sein Engagement für die friedlichen Revolution von 1989 ausgezeichnet. Mit seinem Lied „Sonderzug nach Pankow“ habe der in Hamburg lebende Musiker nicht nur das SED-Regime mit seinem Wunsch, in der DDR auf Tournee gehen zu können, herausgefordert, sondern auch Musikfans im Westen dessen wahres Gesicht gezeigt. Der gebürtige Gronauer werde zudem für sein soziales Engagement geehrt.

Moser widme sich als Professorin an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln der Ausbildung junger Menschen und stelle ihr besonders ausgeprägtes Sprachempfinden in den Dienst der Allgemeinheit. Mit ihrer Kunst habe die Sopranistin Maßstäbe gesetzt, würdigte das Bundespräsidialamt die Hochschullehrerin und Opernsängerin.

Der Mathematiker Scholze von der Universität Bonn gelte als Koryphäe auf dem Gebiet der Arithmetischen Geometrie, erklärte das Bundespräsidialamt. Zentrale Fragen, an denen sich Generationen vor ihm vergeblich versucht hätten, beleuchte er ganz neu - und für Probleme, die bisher als unlösbar galten, rücke eine Lösung in greifbare Nähe. Damit sei er ein Ansporn und Vorbild für kommende Generationen seines Fachs.

Die Vergabe der Orden geht auf den früheren Bundespräsidenten Theodor Heuss zurück. Seit 1951 wurden laut Bundespräsidialamt der Verdienstorden fast 259.000 Mal vergeben.

(mba/epd)
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