1. NRW
  2. Panorama

Bundestagswahl 2021: Wahlbeteiligung in NRW bisher höher als 2017

Bundestagswahl 2021 : Wahlbeteiligung in NRW-Städten bisher höher als 2017

Bei der Bundestagswahl zeichnet sich in Nordrhein-Westfalen in mehreren Städten eine höhere Wahlbeteiligung als beim Urnengang 2017 ab. Dabei wurden Briefwahlstimmen anteilig eingerechnet.

In Köln gaben bis 12.00 Uhr 27,92 Prozent der Wahlbeteiligten ihre Stimme ab, zum selben Zeitpunkt waren es am Wahlsonntag 2017 nur 26,2 Prozent gewesen, wie die Stadt mitteilte. Dabei wurden Briefwahlstimmen anteilig eingerechnet. In Essen gab die Stadt die Wahlbeteiligung bis zum Mittag mit 29,5 Prozent an und damit 2,0 Prozentpunkte höher als 2017. Auch in Dortmund und Düsseldorf war die Beteiligung über dem Vergleichswert von 2017.

In dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind 12,9 Millionen Bürger aufgerufen, ihre Stimmen zur Bundestagswahl abzugeben. Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr geöffnet. Rund 110.000 Wahlhelfer sollen in NRW für einen reibungslosen Ablauf in etwa 16 000 Wahlräumen sorgen. Mehrere Städte hatten in den vergangenen Tagen bereits über Rekordwerte bei der Zahl der Briefwahlanträge berichtet - Dortmund zum Beispiel hatte rund 156 000 Briefwahlunterlagen ausgestellt, vier Jahre zuvor waren es nur 97 000 gewesen. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Wahlbeteiligung in NRW insgesamt mit 75,4 Prozent etwas unter dem bundesweiten Wert von 76,2 gelegen.

  • Ein Wähler wirft seinen Stimmzettel in
    Dokumente, Wahllokal, Briefwahl : So wählen Sie am 26. September den Bundestag
  • Das Interesse an der Wahl scheint
    Rund 90.000 Duisburger haben per Brief gewählt : Auch in Duisburg deutet sich eine höhere Wahlbeteiligung an als 2017
  • Wahllokale, Kandidaten, Parteien : Was Sie zur Bundestagswahl 2021 in Steinfurt wissen müssen

Entschieden wird über die Zusammensetzung des 20. Deutschen Bundestags, der dann einen neuen Kanzler wählen wird. Angela Merkel (CDU) tritt nicht mehr an. Aus NRW bewirbt sich Ministerpräsident Armin Laschet für die Union um die Kanzlerschaft. Die SPD hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz ins Rennen geschickt, für die Grünen kandidiert ihre Bundesparteichefin Annalena Baerbock.

Unions-Kanzlerkandidat Laschet ging am Sonntagvormittag an seinem Wohnort Aachen zu Fuß zum Wahllokal und gab dort seine Stimme ab. Der Christdemokrat warb dafür, zur Wahl zu gehen. Die Bundestagswahl entscheide über die Richtung Deutschlands in den nächsten Jahren, sagte er. „Und deshalb kommt es auf jede Stimme an.“

Der SPD-Kanzlerkandidat von 2017 und Ex-Bundeschef der Sozialdemokraten, Martin Schulz, der aus Würselen bei Aachen kommt, gab ebenfalls seine Stimme ab. Auf Twitter veröffentlichte er ein Video, in dem er sagte: „Heute kann man mit seiner eigenen Stimmabgabe die Zukunft des Landes gestalten - eine Zukunft mit Respekt, in Sicherheit für unsere Kinder und Kindeskinder und eine Zukunft, in der es ein starkes Europa gibt.“

Umfragen zufolge gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Laschet und dem jetzigen SPD-Kanzlerkandidaten Scholz. Aller Voraussicht nach wechselt Laschet nach der Wahl von Düsseldorf nach Berlin - ein „Rückfahrticket“ hatte er wiederholt ausgeschlossen. Dann würde NRW noch vor der Landtagswahl im Mai 2022 einen neuen Ministerpräsidenten oder eine neue Ministerpräsidentin der aktuellen schwarz-gelben Koalition bekommen. Wer das sein könnte, ist noch völlig offen.

(bsch/dpa)