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Borgholzhausen im Kreis Gütersloh: Freibad wegen Wasserknappheit geschlossen

Kreis Gütersloh : Freibad in NRW wegen Trinkwasserknappheit zeitweise geschlossen

Wegen Trinkwasserknappheit ist im Kreis Gütersloh zeitweise ein Freibad geschlossen worden. Weil die Reserven leerzulaufen drohten, sei die Schließung zwischenzeitlich unausweichlich gewesen, hatte die Gemeinde Borgholzhausen mitgeteilt.

Am Montag gab der Bürgermeister des Ortes in Ostwestfalen Entwarnung: Es sei gelungen, den Hochwasserbehälter mit Hilfe eines Leitungsverbundes mit den Nachbarstädten für solche Notfälle wieder zu füllen, sagte Dirk Speckmann (SPD). Das Freibad könne am Dienstag wieder öffnen.

Ende vergangener Woche waren die Trinkwasservorräte so knapp geworden, dass ein Krisenstab zunächst das Befüllen privater Pools mit Trinkwasser und das Bewässern von Grünanlagen untersagt und anschließend das Freibad bis auf Weiteres geschlossen hatte.

Die Appelle an die Bevölkerung, Wasser zu sparen, gelten aber weiter. In der anhaltenden Sommerhitze sei der Verbrauch deutlich gestiegen. Gleichzeitig seien zwei von drei Grundwasserbrunnen leergelaufen, erläuterte Speckmann. Unter anderem war am Wochenende vom Technischen Hilfswerk eine Notversorgung mit Wassertanks für das Altenheim der Gemeinde eingerichtet worden. 1400 Haushalte sind in Borgholzhausen an das städtische Trinkwassernetz angeschlossen.

In der kleinen niedersächsischen Gemeinde Lauenau waren am Wochenende die Speicher für Trinkwasser leergelaufen. Die Feuerwehr dort stellte Brauchwasser zur Verfügung, etwa für die Toilettenspülung. Der Bürgermeister dort hatte die Knappheit damit begründet, dass in der Corona-Krise mehr Menschen in der Sommerzeit daheim seien als sonst, so dass der Wasserverbrauch drastisch gestiegen sei.

(top/mba/dpa)