Bonn: Unbekannte stehlen teuren Reha-Buggy von behindertem Jungen

Diebstahl in Bonn : Unbekannte stehlen teuren Reha-Buggy von behindertem Jungen

Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zu Freitag den Reha-Buggy eines behinderten Neunjährigen aus einem Wohnhaus in Bonn gestohlen. Ohne diesen kann der Junge nur sehr kurze Strecken laufen. Im Netz bitten die Eltern um Hilfe.

Das war ein Schock für Bernadeta Wilde-Kawa, als sie am Freitagmorgen den Hausflur ihres Mehrfamilienhauses am Kaiser-Karl-Ring in der Bonner Nordstadt betrat. Vom Reha-Buggy ihres neunjährigen Sohnes Kacper, den sie am Abend vorher dort abgestellt hatte, war am Freitagmorgen nichts mehr zu sehen. Bislang unbekannte Täter haben den rund 4000 Euro teuren Buggy gestohlen. "Das ist für uns eine Katastrophe", sagt Wilde-Kawa. Ihr Sohn ist schwerbehindert, kann nur sehr kurze Strecken ohne Hilfsmittel gehen und ist deshalb mehrfach am Tag auf den Buggy angewiesen. "Er braucht den Buggy auch für den Weg in die Schule", so die Mutter.

Sie hat direkt Anzeige bei der Polizei erstattet, bislang aber ohne Erfolg. Eine Nachbarin hat den Buggy noch in der Nacht gegen 2 Uhr im Hausflur stehen sehen, um 9 Uhr morgens war er dann verschwunden. Kacper leidet unter dem Dravet-Syndrom, einer schweren Form der Epilepsie. "Den Buggy haben wir erst vor einem Jahr bekommen", so Wilde-Kawa. Eigentlich würde die Krankenkasse erst in zwei Jahren einen neue Buggy bereitstellen, wenn Kacper aus dem aktuellen herausgewachsen ist. Und dieser solle dann gegen den jetzigen ausgetauscht werden, "denn der Buggy gehört der Krankenkasse, auch wenn wir viel Geld dazubezahlen mussten." Mit einem Facebook-Post wandte sich Bernadeta Wilde-Kawa am Freitag an die Öffentlichkeit und hofft nun, auf diesem Weg Hinweise zum Verbleib des für die Familie so wichtigen Gefährts zu bekommen. "Das Osterwochenende hat für unsere Familie schlimm begonnen."

Wer Hinweise zum Verbleib des Reha-Buggys machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Bonn unter 0228/150 zu melden.

 Dieser Text ist zuerst beim Bonner General-Anzeiger erschienen.

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