Bonn: Straßenbahn-Geisterfahrt - Fahrer soll Epilepsie-Erkrankung verschwiegen haben

Nach Geisterfahrt durch Bonn : Straßenbahn-Fahrer soll Epilepsie-Erkrankung verschwiegen haben

Der Fahrer, der während einer Fahrt der Linie 66 Ende Dezember ohnmächtig geworden war, wird nicht mehr eingesetzt. Er soll den Stadtwerken Bonn verschwiegen haben, dass er unter Epilepsie leidet.

Nach der Geisterfahrt der Linie 66 Ende Dezember haben die Stadtwerke Bonn (SWB) den Fahrer, der in der Bahn ohnmächtig geworden war, vom Dienst abgezogen. „Er wird von uns nicht mehr eingesetzt“, sagt SWB-Sprecherin Veronika John. Ihm fehlten „zukünftig die persönlichen Voraussetzungen“, um als Fahrer tätig zu sein. Details könne man mit Rücksicht auf den Persönlichkeitsschutz nicht nennen. Nach Informationen des Bonner „General-Anzeigers“ soll der 47-Jährige erst seit Herbst eingesetzt worden sein und den SWB verschwiegen haben, dass er unter Epilepsie leidet.

Laut SWB hatte er zum Zeitpunkt der Einstellung aus deren Sicht alle nötigen Voraussetzungen zum Führen der Straßenbahnen. Die jetzige Entscheidung, ihn nicht mehr ans Steuer zu lassen, hänge mit der Geisterfahrt zusammen.

Die Stadtbahn war nach dem medizinischen Notfall des Fahrers führerlos an acht Haltestellen vorbei gefahren, bevor Fahrgäste die Tür zur Fahrerkabine aufbrachen und die Bahn an der Haltestelle Adelheidisstraße stoppten. Die Polizei hat ihre Ermittlungen mittlerweile abgeschlossen und die Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Dieser Text ist zuvor beim Bonner „General-Anzeiger“ erschienen.