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Bonn: Maskenverweigerin streitet vor Gericht jedwede Provokation ab

Maskenverweigerer-Prozess in Bonn : 33-Jährige bestreitet jede geplante Provokation

Weil sie ohne Maske in einem Supermarkt waren, um gegen die Maskenpflicht zu protestieren wurden zwei Männer schon vor einem Jahr in Bonn zu Bewährungsstrafen verurteilt. Nun stand auch eine Dritte wegen des Vorfalls vor Gericht.

Zwei Jahre nach dem Auftritt von aggressiven Maskenverweigerern in einem Supermarkt in Troisdorf ist am Dienstag vor dem Bonner Landgericht ein zweiter Prozess gestartet: Das Verfahren gegen die 33-jährige Frau war abgetrennt worden, da sie acht Tage vor dem Hauptverfahren im Juni 2021 ein Kind geboren hatte. Im Prozess vor einem Jahr waren zwei Männer zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Sie waren ohne Mund-Nase-Schutz in den Supermarkt gegangen, um gegen die Maskenpflicht in der Corona-Pandemie zu protestieren und hatten einen Polizeieinsatz ausgelöst, bei dem auch die beiden Beamten verletzt wurden. Einer der Männer wurde der „Reichsbürger“-Szene zugeordnet.

Die 33-jährige Angeklagte war beteiligt. Sie erklärte am Dienstag, dass „jeder zweiter Satz in der Anklage falsch“ sei und bestritt jede geplante Provokation. Sie hätten damals nichts Großes vorgehabt. Sie sei nur dabei gewesen, weil sie für den Muttertag habe einkaufen wollen. „Das Ganze ist aus dem Ruder gelaufen“, so die Angeklagte.

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Das Trio war ohne Corona-Mundschutz in den Supermarkt gegangen und hatte trotz Aufforderung keine Masken aufgesetzt. Als die alarmierte Polizei eintraf, eskalierte die Situation. Einer der Maskenverweigerer filmte die Aktion mit einer Body-Cam. Das Video wurde später ins Internet gestellt. Der Prozess gegen die 33-Jährige wird fortgesetzt.

(toc/dpa)