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Bonn: Bundesbüdchen ist wieder da - nahe des alten Standorts

Eröffnung für Sommer geplant : Das Bundesbüdchen ist zurück in Bonn

Das denkmalgeschützte „Bundesbüdchen“ im früheren Bonner Regierungsviertel steht wieder. Der legendäre Kiosk steht nun in Sichtweite seines alten Standorts. Früher kam Joschka Fischer immer nach dem Joggen vorbei.

Das Büdchen wurde am Sonntagmorgen von einem Kran an seinen neuen Standort am Rande des Platzes der Vereinten Nationen an der Heussallee aufgestellt. Dieser Fleck befindet sich in Sichtweite des alten Standorts. In den kommenden Wochen müssten noch das Dach, die Zwischenwände und die Einrichtung rekonstruiert werden, sagte der frühere Betreiber des Büdchens, Jürgen Rausch: „Der Wiedererkennungswert muss sehr hoch sein.“

 2006 musste der historische Kiosk abgebaut werden. (Archivbild)
2006 musste der historische Kiosk abgebaut werden. (Archivbild) Foto: dpa/Martin Gerten

Die Eröffnung sei für den Spätsommer geplant, sagte ein Sprecher des Fördervereins historischer Verkaufspavillon. Dann werde eine Großbäckerei dort den Verkauf übernehmen.

Das Büdchen war zu Bonns Bundeshauptstadtzeit eine Institution. Politiker aller Couleur deckten sich bei Jürgen Rausch mit Zeitungen, Kaffee und Bockwürstchen ein. Der ovale Pavillon mit seinem elegant geschwungenen Dach behauptete sich über Jahrzehnte hinweg als beliebter Treffpunkt. Zur täglichen Stammkundschaft gehörte zeitweise etwa der grüne Außenminister Joschka Fischer, der nach dem Joggen immer einen Stapel Zeitungen kaufte. Bundeskanzler Helmut Kohl schickte meist seinen Fahrer, um Brötchen zu holen.

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Der 1957 erbaute Kiosk hatte 2006 den Arbeiten für das World Conference Center weichen müssen und war seitdem in Bornheim zwischengelagert. Die Bezirksregierung Köln hatte dem Förderverein 135.000 Euro für den Wiederaufbau bewilligt.

(hsr/dpa)