Blutspende: NRW steht vor einem Engpass

Deutsches Rotes Kreuz : Blutspendedienst in NRW steht vor Engpass

Die Regale seien leer, meldet das DRK. Noch können die Anforderungen der Krankenhäuser noch erfüllt werden.

Bei den Blutkonserven zehrt der Blutspendedienst seit Monaten von den Reserven, bestätigt das DRK. Durch die Feiertage und Pfingstferien verschärfe sich die Lage im Mai.

Als eine erste Maßnahme schreibt der Blutspendedienst alle bekannten Blutspender seit Anfang Mai zweimal an. Nach dem Standard-Brief, erhalten die Spender noch eine Karte, damit sie wissen, wie dringend ihr Blut gebraucht wird.

Der Regelbedarf sei grundsätzlich gedeckt, bestätigt DRK Pressesprecher Stephan Küpper. Die Lage beschreibt er so: "Wir leben von der Hand in den Mund". Um bei Großschadenereignissen, wie der Amokfahrt in Münster, schnell reagieren zu können, müssen die Lager gefüllt sein, erklärt der Pressesprecher. Im Moment könnten die Anforderungen der Krankenhäuser noch bedient werden. Es komme aber vor, dass Bestellungen nicht am gleichen Tag komplett ausgeliefert werden.

Was ihm Sorgen macht, ist der Nachwuchs: "Wir verlieren ältere Spender, die jedes Jahr vier mal Blut spenden. Junge Blutspender kommen im Schnitt weniger als 1,5 mal im Jahr zur Spende."

(woa)
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