Bistum Essen: Digitale Seelsorge mit Amazons Sprachassistent Alexa

Digitale Seelsorge im Bistum Essen: „Alexa, öffne etwas Gutes!“

Amazons Sprachassistent Alexa wird zur Seeelsorgerin. Das Bistum Essen hat dem smarten Lautsprecher beigebracht, religiöse Denkanstöße wiederzugeben. Es geht um „Alltagslust und Alltagsfrust“.

Das Bistum Essen will künftig Seelsorge auch mit der Amazon-Sprachassistentin Alexa betreiben. Im Internet können Nutzer ein Angebot des Bistums Essen freischalten und dann am heimischen Lautsprecher ab sofort Impulse und Gedankenanstöße passend zu ihrer Stimmungslage anhören, wie das Ruhrbistum am Dienstag mitteilte. "Ein Assistent, mit dem die Nutzer sprechen können, bietet uns die Chance, ein seelsorgliches Angebot ganz gezielt für jeden Einzelnen auszuspielen, ohne quasi mit der Gießkanne einen einzigen Impuls an alle zu senden", erklärte Bistums-Pressesprecher Ulrich Lota.

Mit "Etwas Gutes" solle das bisherige Alexa-Angebot neben Musik-Streaming, Nachrichten und Unterhaltung um eine Alternative ergänzt werden, die den Nutzer berühre und ihm gut tue, hieß es. Die Gedankenanstöße, die Alexa abspielt, stammen ursprünglich aus der Sendung "Kirche im WDR". Den Text für die rund 90-sekündigen Audios verfassten laut Bistum junge Theologen. "Dabei stehen sowohl Alltagslust als auch Alltagsfrust im Fokus", so Lota.

Den sogenannten Alexa-Skill können User den Angaben zufolge im Amazon-Skillstore aktivieren. Direkt am Alexa-Gerät zu Hause funktioniere dafür der Sprachbefehl "Alexa, öffne etwas Gutes!" Ein ähnliches Projekt hatte auch die evangelische Kirche im Rheinland gestartet. Per Sprachassistent können dort Interessierte Gottesdienstzeiten und den Standort der nächsten Kirche erfragen.

(kron/kna)
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