Bezirksregierung Köln: Bingo für Senioren ist jetzt endgültig legal

Bezirksregierung Köln : Bingo für Senioren ist jetzt endgültig legal

Aufatmen bei Bingo-Fans in Seniorenheimen: Nach der Stadt Köln spielt nun auch die Kölner Bezirksregierung mit und genehmigt das beliebte Glücksspiel für zwei Jahre.

Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, soll die Genehmigung auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags "unbürokratisch in den nächsten Tagen erteilt werden". Den Antrag hatten die Sozial-Betriebe-Köln für alle ihre Senioren- und Behinderteneinrichtungen in der Domstadt gestellt. "Somit steht den Bingo-Nachmittagen nichts mehr im Weg." Eine unbefristete Laufzeit sei rechtlich nicht möglich ist, daher zunächst nur die Zwei-Jahres-Frist für die SBK-Einrichtungen.

Zuvor hatte es Bedenken gegeben, ob die bei Senioren beliebten Spielrunden mit kleinem Einsatz nicht rechtlich als verbotenes Glücksspiel zu werten sein könnten. Die Senioren hatten in einem Kölner Seniorenheim für die Teilnahme Karten für 0,50 bis 1 Euro gelöst, mit dem Geld wurden Preise wie Pralinen oder Schokolade finanziert. Mitte Januar hatte die Stadt dazu klargestellt, man werde die wöchentlichen Runden so schnell wie möglich und gleich für drei Monate am Stück am Stück genehmigen. Danach sei die Bezirksregierung am Zug.

Eine Klärung hatte ergeben, dass die öffentlichen Events in dem SBK-Seniorenzentrum unter "kleinere Lotterien" fallen, wofür eine vereinfachte Genehmigung ausreicht. In Mönchengladbach durfte schon vorher weiter gezockt werden. "Sollen sie mich doch verhaften", sagt der Chef der städtischen Altenheime.

(lnw)
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