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Nach Vergewaltigungsvorwürfen Staatsanwaltschaft ermittelt erneut im Bethel-Klinikum in Bielefeld

Bielefeld · Am Mittwoch wurden Räume des Evangelischen Klinikums Bethel in Bielefeld durchsucht. Es geht um Vergewaltigungsvorwürfe gegen einen ehemaligen Assistenzarzt.

In dem Klinikum in Bielefeld wurden mehrere Räume durchsucht.

In dem Klinikum in Bielefeld wurden mehrere Räume durchsucht.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Beamte der Polizei haben am Mittwoch Räume des Evangelischen Klinikums Bethel in Bielefeld durchsucht. Im Zuge der Wiederaufnahme der Ermittlungen im Fall von mutmaßlichen Vergewaltigungen eines ehemaligen Assistenzarztes hätten Beamte unter anderem die Personalakte des verstorbenen Assistenzarztes sowie Unterlagen im Zusammenhang mit der krankenhausinternen Überprüfung der Tätigkeit des Assistenzarztes gesichert, erklärten die Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Duisburg. Die Ermittlungen richteten sich gegen mehrere Verantwortliche des Klinikums wegen des Verdachts der Beihilfe zur Vergewaltigung durch Unterlassen.

Den Dienstvorgesetzten werde vorgeworfen, dass sie Hinweisen von Patienten nicht nachgegangen seien und so die Begehung weiterer Taten ermöglicht hätten, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei. Es werde dem Verdacht nachgegangen, dass sie im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht pflichtwidrig unterlassen hätten, Maßnahmen zur Aufklärung in die Wege zu leiten.

Der Assistenzarzt soll im Juli und September 2019 zwei Patientinnen betäubt und an ihnen sexuelle Handlungen vorgenommen haben. Im vergangenen Jahr waren Ermittlungen gegen zwei leitende Ärzte eingestellt worden. Es habe den Ärzten kein Vorsatz nachgewiesen werden können, hieß es im vergangenen Jahr. So habe es keine Hinweis darauf gegeben, dass sie von den Vergewaltigungen gewusst noch diese gebilligt hätten. Die Ermittlungen gegen den damals 32-jährigen mutmaßlichen Täter waren zuvor bereits eingestellt worden, nachdem der Mann in der Untersuchungshaft offenbar Suizid beging.

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(ldi/epd)
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