Vorwürfe gegen Vorgesetzten Neue Ermittlungen nach Verdacht von Vergewaltigungen in Bielefelder Klinik

Bielefeld/Duisburg · Ein Assistenzarzt einer Bielefelder Klinik stand unter Verdacht, Patientinnen vergewaltigt zu haben. Er tötete sich in Untersuchungshaft selbst. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt jetzt erneut gegen Vorgesetzte.

 Ein Strafgesetzbuch (StGB) steht im Oberlandesgericht auf der Richterbank. (Symbolfoto)

Ein Strafgesetzbuch (StGB) steht im Oberlandesgericht auf der Richterbank. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Oliver Berg

Im Fall von mutmaßlichen Vergewaltigungen in einem Krankenhaus in Bielefeld hat die Staatsanwaltschaft Duisburg die Ermittlungen wieder aufgenommen. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit. Ein Assistenzarzt soll im Dienst mehrere Patientinnen betäubt und vergewaltigt haben. Die mutmaßlichen Opfer sollen die Vorgesetzten des Arztes über die Vorwürfe im Jahr 2019 informiert haben. Diese sollen aber die Hinweise nicht überprüft und so weitere Taten ermöglicht haben.

Nachdem sich der Mediziner in der Untersuchungshaft selbst getötet hatte, stellte die Staatsanwaltschaft Bielefeld die Ermittlungen gegen ihn ein. Im Auftrag des nordrhein-westfälischen Justizministeriums prüft die Staatsanwaltschaft Duisburg den Fall jetzt erneut auf neue Ermittlungsansätze gegen die Vorgesetzten. Dabei geht es um den Vorwurf des Verdachts der Beihilfe zur Vergewaltigung durch Unterlassen.

(chal/dpa)