Beitz-Villa des Industriellen Berthold Beitz in Essen darf abgerissen werden

Bezirksregierung Düsseldorf : Leerstehende Beitz-Villa in Essen darf abgerissen werden

Seit fast sechs Jahren steht die Villa des Industriellen Berthold Beitz in Essen leer. Längst wäre sie wohl abgerissen worden, hätte das Land nicht etwas dagegen gehabt. Doch am Montag kam wieder Bewegung in die Sache.

Ein Abriss der Essener Villa des 2013 gestorbenen Krupp-Managers Berthold Beitz ist wieder wahrscheinlicher geworden: Nach jahrelanger juristischer Auseinandersetzung zog am Montag die Bezirksregierung Düsseldorf als Landesbehörde ihr Veto gegen Neubau-Pläne für das Beitz-Gelände zurück. Der Industriekonzern Thyssenkrupp will nach früheren Angaben das große Grundstück mit der Beitz-Villa oberhalb des Baldeneysees verkaufen. Dort sollen Luxuswohnungen entstehen.

Bereits Ende 2015 hatte der Konzern eine Bauvoranfrage an die Stadt Essen gestellt. Die Stadt unterstützte die Planungen. Die Bezirksregierung untersagten jedoch einen Bauvorbescheid für die Errichtung von drei Villen und drei Mehrfamilienhäusern. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen für den Abriss ging die Bezirksregierung beim Oberverwaltungsgericht in die Berufung. Diesen Antrag zog die Behörde nun zurück. „Damit wird das Urteil des Verwaltungsgerichts rechtskräftig“, sagte eine OVG-Sprecherin.

Wie es mit dem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück in allerbester Lage nun weitergeht und ob die ursprünglichen Pläne weiter verfolgt werden, wurde zunächst nicht bekannt. Die Thyssenkrupp AG sei weiterhin Eigentümerin, sagte ein Firmensprecher. „Es gibt eine Ankaufsoption durch einen Investor.“ Über dessen Namen sei jedoch Stillschweigen vereinbart worden.

(top/dpa)
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