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Bauern erwarten gute Rhabarber-Ernte 2021 in Bonn trotz Kälte

Trotzt März-Kälte : Bauern erwarten gute Rhabarber-Ernte

Rhabarber als Kompott, Kuchen oder Chutney zum Fleisch - aus den Stangen mit ihrem typischen Säuregeschmack lassen sich leckere Gerichte zaubern. Die Freiland-Ernte hat begonnen, die Bauern erwarten gute Erträge.

Ungeachtet der tiefen Fröste im März erwarten die NRW-Bauern 2021 eine gute Rhabarber-Ernte. Nach dem Start der Gewächshaus-Ernte Anfang März hätten schon die ersten Bauern mit der Ernte im Freiland begonnen, sagte Peter Muß vom Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern. „Noch ist das Angebot relativ knapp, mit jedem wärmeren Tag wird es aber größer“, sagte Muß. Insgesamt sei ein Ergebnis auf dem Niveau der Vorjahre zu erwarten. „Tiefe Temperaturen machen dem Rhabarber nichts aus.“

Das Rheinland ist deutschlandweit Hauptanbaugebiet für die Stangen. Ihr spürbarer Säuregeschmack wird nicht nur für Kompott und Kuchen, sondern gelegentlich auch für andere Rezepte, etwa für Chutneys mit Fleisch, genutzt. 2019 wurde laut Statistischem Landesamt IT.NRW landesweit auf knapp 630 Hektar vor allem in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf Rhabarber angebaut. Die Anbaufläche ist damit 2019 im Vergleich zum Jahresschnitt 2013 bis 2018 um fast ein Drittel gestiegen. Der Gesamtertrag lag 2020 bei gut 12 700 Tonnen - etwa drei Prozent weniger als 2019.

 Rot leuchten die Rhabarberstangen im beheizten Folientunnel.
Rot leuchten die Rhabarberstangen im beheizten Folientunnel. Foto: dpa/Roland Weihrauch
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Wie beim Spargel arbeiten einige Bauern mit Methoden zur Verfrühung der Ernte - so etwa der Kaarster Gemüsebauer Herbert Wilms. Er ernte derzeit Stangen aus einem beheizbaren Folientunnel. Die unbeheizte Freilandernte beginne bei ihm erst in etwa 14 Tagen. Die Stangen aus dem beheizten Tunnel seien länger, weniger bitter und hätten mehr Farbe als das Freilandgemüse, sagte Wilms. Die Rhabarber-Erntezeit endet - ebenfalls wie beim Spargel - am 24. Juni.

(siev/dpa)