Silbernes Geheimnis Was ist das denn? Rätselraten bei „Bares für Rares“

Bonn · Eine Daumenschraube zum Foltern, Korkenzieher, Nudelmaschine oder doch etwas ganz anderes? Am Dienstag hieß es Rätselraten bei „Bares für Rares“. Denn Vater und Sohn aus Bonn stellten einen geheimnisvollen, silbernen Gegenstand vor.

Experte Sven Deutschmanek (l.) begutachtet den Keulenhalter von Frank Angsten und Francis Kurth (l.) aus Bonn.

Experte Sven Deutschmanek (l.) begutachtet den Keulenhalter von Frank Angsten und Francis Kurth (l.) aus Bonn.

Foto: ZDF/Warner Bros.

„Oh, das ist eine Schraubzwinge. Da kommt der Daumen rein und dann dreht man das Feste zu und dann sagt man die Wahrheit“, sagt Moderator Horst Lichter von „Bares für Rares“, sobald er den silbernen Gegenstand in der Größe eines Korkenziehers vor sich sieht. Am Dienstag haben Frank Angsten und Francis Kurth aus Bonn ein rätselhaftes Gerät bei „Bares für Rares“ vorgestellt.

Vater und Sohn haben das Instrument auf einem Antikmarkt in Nizza entdeckt und mitgenommen – ohne zu wissen, was das überhaupt ist. Auch Horst Lichter rät zunächst wild drauflos: So tippt er entweder auf Foltergerät oder Küchenutensil. Doch Experte Sven Deutschmanek kennt die Lösung: „Es hat etwas mit Essen zu tun.“ Denn das Gerät diente in der Vergangenheit zum Tranchieren, also zum Aufschneiden von Hühnerbeinen oder ähnlichem.

„Damit musste man das Bein oder den Knochen nicht mit der Hand anfassen, sondern man hat einen sogenannten Knochenhalter oder Beinhalter genutzt“, erklärt Deutschmanek. Genutzt wurden solche Werkzeuge um das Jahr 1900. „Von der Gestaltung her würde ich sagen, das ist irgendwo so um 1890, 1900 entstanden.“ Beim Material handelt es sich um 950er Silber.

 Keulenhalter von den Verkaüfern Frank Angsten und Francis Kurth aus Bonn.

Keulenhalter von den Verkaüfern Frank Angsten und Francis Kurth aus Bonn.

Foto: ZDF/Warner Bros.

Etwa 100 Euro hatten die beiden Bonner für den Knochenhalter erwartet. Dieser Preisvorstellung stimmt auch Deutschmanek zu. „Um die 100 bis 150 Euro kann man hierfür bekommen.“ Am Ende bringt der Keulenhalter Vater und Sohn sogar 200 Euro von Händler Steffen „Steve“ Mandel ein.

Der Artikel erschien zuerst im Bonner General-Anzeiger.

(ewi)
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