Bahnchaos zwischen Duisburg und Düsseldorf: Bekennerschreiben von Abschiebegegnern aufgetaucht

Bahn-Chaos zwischen Düsseldorf und Duisburg : Abschiebegegner womöglich für beschädigte Signalanlage verantwortlich

Das Bahnchaos zwischen Düsseldorf und Duisburg könnte einen politischen Hintergrund haben. Abschiebegegner haben die Beschädigung einer Signalanlage jetzt für sich reklamiert. Aber ist das Bekennerschreiben echt?

Ob das Bekennerschreiben authentisch ist, wird aktuell geprüft. „Die Ermittlungen laufen und wir stehen im Austausch mit der Staatsanwaltschaft“, sagte ein Sprecher. Mit einem Ergebnis rechne man am Montag jedoch nicht mehr.

Dem WDR liegt nach eigenen Angaben das Bekennerschreiben vor. Darin ist von einem „Angriff auf die Infrastruktur“ rund um den Düsseldorfer Flughafen die Rede. Die Verfasser kritisierten in dem Text die Abschiebepolitik der Bundes- und der NRW-Landesregierung. Um den reibungslosen Betrieb an Abschiebeflughäfen wie Düsseldorf zu stören, seien an mehreren Stellen in der Nähe Signalleitungen neben den Gleisen gekappt worden, heißt es laut WDR weiter.

Die beschädigte Signalanlage hatte am Montagmorgen für große Probleme im Bahnverkehr zwischen Duisburg und Düsseldorf gesorgt und vielen Pendlern den Wochenstart vermiest. Zahlreiche Verspätungen, Ausfälle sowie Teil-Ausfälle im Nahverkehr waren die Folge. Der Fernverkehr wurde zum Teil umgeleitet. Regionalzüge kamen teils zwischen 20 und 30 Minuten zu spät. Wie lange die Störung dauern wird, konnte die Bahn am Montagmittag noch nicht sagen.

S-Bahnen seien nicht mehr nach Signal, sondern nach Funkfreigabe durch die Leitstelle gefahren, sagte die Sprecherin. Das habe Zeit gekostet. Die Regionallinien RE1 und RE5 kamen verspätet, auf den Linien RE2 und RE11 kam es zu Teilausfällen. Der RE6 aus Richtung Minden endete am Duisburger Hauptbahnhof statt weiter in Richtung Düsseldorf zu fahren.

Zwischen Düsseldorf-Unterrath und Duisburg-Großenbaum richtete die Bahn einen Taxi-Ersatzverkehr ein. Die Linie RB37 fiel bis auf weiteres aus. Auch hier gab es einen Ersatzverkehr zwischen Duisburg Hauptbahnhof und Duisburg Entenfang.

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(jeku/dpa)