Bad Honnef: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart ist Aalkönig

Ungewöhnlicher Preis in Bad Honnef : NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart als „Aalkönig“ ausgezeichnet

Ob Professor mit Lehrstuhl, Landesparteichef oder aktuell Wirtschaftsminister - der FDP-Politiker Andreas Pinkwart hat in seinem Lebenslauf schon zahlreiche Titel und Funktionen stehen. Seit Freitagabend kommt ein ungewöhnlicher Ehrentitel hinzu.

Vom Minister zur Majestät: Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) ist zum „Aalkönig“ proklamiert worden. Bei einer humorvollen Krönungsveranstaltung am Freitagabend in Königswinter vor rund 350 Gästen überreichte ihm das Bad Honnefer „Aalkönigkomitee“ eine Urkunde für den „Thron der rheinischen Aalmonarchie“. Seine Vorgängerin, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), hielt die Laudatio auf ihn.

Das Komitee hatte die neue „Majestät“ bereits im April bekanntgegeben: Auf der Suche nach einem neuen Regenten habe man vielerorts im Rheinland die Netze ausgeworfen und freue sich nun „über den glücklichen Fang eines schwergewichtigen Gelbaals“, hieß es damals. Der FDP-Mann habe Untiefen gemeistert und sich nicht von Fallenstellern einfangen lassen. Man zolle dem „wendigen FDP-Politiker“ Respekt, denn er sei mit Glück und Gespür auch in schwerer See auf klarem Kurs geblieben, hieß es in der Begründung.

Die Veranstaltung hat einen ernsten Hintergedanken: Ihre Einnahmen gehen an soziale Zwecke, pro Jahr sind das etwa 25.000 Euro. „Es ist für mich eine große Ehre, nach Hans-Dietrich Genscher und Christian Lindner als dritter Liberaler den Aalkönigsthron besteigen zu dürfen“, sagte Pinkwart. „Die sozialen Projekte und nachhaltigen Initiativen, die das Komitee in den letzten 16 Jahren auf die Beine gestellt haben, verdienen allerhöchsten Respekt.“

Allzu fettige Finger musste Pinkwart nicht riskieren - bei dem Menü am Abend mit mehreren Gängen gab es Aal nur als Vorspeise, als „Tatar vom Rauchaal an Meerrettichmousse“ zu einer Suppe. Das Proklamationsfest ist auch ein nostalgischer Blick zurück: Kommerzielle Aalfischerei ist seit den 80er Jahren Geschichte in der Region. Nach eigenem Bekunden mag Pinkwart übrigens Aal.

(mba/dpa)
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