Prozess in Dortmund: Baby starb qualvollen Tod: Mutter vor Gericht

Prozess in Dortmund : Baby starb qualvollen Tod: Mutter vor Gericht

Erst wurde das Baby ganz kalt, dann hörte das Herz auf zu schlagen. Vor dreieinhalb Jahren soll eine 32-jährige Mutter ihren sieben Monate alten Sohn in Bergkamen zu Tode geschüttelt haben. Seit Montag beschäftigt das Drama das Dortmunder Schwurgericht.

Laut Anklage ist der Kopf des Babys auch vor einen harten Gegenstand geschlagen worden. Dadurch sei die Schädeldecke gebrochen. Zum Prozessauftakt bestritt die Mutter jede Gewaltanwendung. In einer persönlichen Erklärung, die von ihrem Verteidiger verlesen wurde, war von einem Unfall die Rede. Ihr Sohn sei aus dem Ehebett gefallen, als sie kurz in der Küche war.

Obwohl das Baby sich mehrfach erbrochen und nur noch gewimmert haben soll, hatte die Angeklagte erst nach Stunden den Notarzt alarmiert. Für ihren Sohn gab es aber keine Rettung mehr. "Unter dem Tod meines Kindes leide ich sehr", sagte die 32-Jährige den Richtern. Die Anklage lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge.

(lnw)